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Montag, 15. Dezember 2008

USD - Quo vadis?

Mark Möbius bringt das Paradoxon der aktuellen Marktlage mit folgendem Satz treffend auf den Punkt: „Anleger werden irgendwann realisieren: Ich bekomme 1% oder weniger für US-Staatsanleihen, kann aber 5-8% Dividendenrendite mit Emerging Markets Aktien erzielen.“

Wie auch Marc Faber erwartet Mark Möbius, dass die Phase der Flucht in vermeintlich besonders sichere US-Staatsanleihen abgeschlossen wird und der Dollar wieder fallen wird.
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Nach diesen Eingangsstatements schauen wir uns mal die Situation an.
Der US-Wirtschaft geht es schlecht seit Mitte 2007, 2008 zunehmend schlechter.
Üblicherweise werten Währungen von Volkswirtschaften ab gegenüber stärkeren Nationen.
Dennoch hat der US-Dollar gegenüber den meisten Währungen aufgewertet.
Sind die Gesetze der Volkswirtschaftslehre ausser Kraft gesetzt?
Jein, weil es sich um eine Sondersituation handelt, die zeitlich befristet ist.

Genauso wie uns viele Spezialisten mit plausiblen Argumenten erklärten das der Ölpreis anstieg im Juli 2008 auf fast 150 USD/b so gut wie nichts mit Spekulation zu tun habe, es sind einfach die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage die hier Preise treibe, wobei das Investmenthaus Goldman Sachs mit seinen vollmundigen Ankündigungen von Ölpreisszenarien 150-180/200 USD ja auch noch eine ganz besondere Rolle spielt.
Heute, fünf Monate später, der Winter steht vor der Tür, viele haben wegen des hohen Ölpreises im Sommer nichts eingelagert - also Nachfragestau- ist der Ölpreis aktuell bei 53 USD/b - bei einem Drittel des Preises vor 5 Monaten. Jetzt hat auch die letzte börsenunbeleckte Hausfrau erkannt, das war eine riesige gepushte Spekulationsblase von wenigen aktiven Akteuren.

Genau diese Spezialisten wollen jetzt erklären, dass der Anstieg des USD - seine Stärke - infolge der Geldflucht auch Schwachwährungsgebieten in die "Fluchtwährung" USD begründet ist.
Der USD als starke - krisensichere Währung!!

Mitnichten ist das so, denn der USD hat Lasten zu tragen:

1. enorme Staatsverschuldung durch katastophale Budgetpolitik der Bush-Adminstration
(zur Erinnerung 2000 hatte USA einen Budgetüberschuss)
2. enorme Kriegskosten für Afghanistan und Irak und sonstige US-Engagements weltweit
3. enorme steigende Staatsverschuldung durch Finanzkrise

Der EU weite EZB Zinssatz ist seit 6.11.08 3,25% Quelle: EZB
Der US Eckzinsatz
ist seit 8.10 bei 1,0% Quelle und Chart: hier
Aus genau dieser Differnz müsste der Euro zum USD stärker werden. Genau das tut er aber nicht.


Es müßte eigentlich ein Nachfragerückgang an USD bestehen, weil Rohstoffe (Metalle, Argrar, Energie), welche international in USD (noch) verrechnet werden, sehr stark gesunken sind.

Was spielt da noch für eine Rolle
?

Wenn US-Institutionen ausländische Investments liqudieren, muss man USD kaufen, deswegen und fast nur deswegen steigt der USD.

Mittlerweile hat das aber auch für Euroraum große Vorteile, weil dadurch die Exporte infolge währungsbedingter Verbilligung im USD Raum sich verbessern und das schadet andererseits wieder der US Wirtschaft.

Diese scheinbare USD Stärke wird nur solange andauern bis Finanzkrise halbwegs verdaut ist und dann sehen wir wieder "echte" Währungsparitäten, wobei USA durch die Kosten der Finanzkrise und der Kriegskosten Irak und Afghanistan weiter geschwächt wird.
Übrigends mit sinkendem Ölpreis sinken auch die ""Wiedergutmachungszahlungen"" des Irak an USA
Tendenziell werden sich zunehmend mehr Länder von der Verrechnungswährung USD verabschieden.
Außerdem geht Geld dorthin wo hohe Zinsen geboten werden, also nicht USA mit mickrigen 1,0%

Summa summarum sind meiner Meinung nach bei dem
Währungspaar EUR/USD Relationen in 6 Mon wieder bei 1,5 -1,6

in 12 Monaten bei 1,8 -2,0 möglich.

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