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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Finanzmarkt Risiko ist größer

Benoit Mandelbrots Kritik an der modernen Finanztheorie

Ein "Verfahren gegen die moderne Finanztheorie" führt Mandelbrot in seinem Buch und nennt einige ihrer Annahmen sogar "absurd". Folgt man Mandelbrots Erkenntnissen aus der fraktalen Beobachtung der Finanzmärkte, so ergeben sich einige wichtige Kritikpunkte an der herkömmlichen Auffassung von Finanzmärkten:

Kursänderungen verlaufen kontinuierlich. "Die Natur macht keine Sprünge" stellte schon Alfred Marshall seinen 1890 erschienenen "Principles of economics" voran - an dieser Annahme hat sich bis jetzt wenig geändert, nicht zuletzt deswegen, weil man mit Variablen, die sich kontinuierlich ändern, wesentlich einfacher rechnen kann. Leider ist diese Annahme falsch, glaubt Mandelbrot: Kurse bewegen sich nicht, sie springen und lassen Zwischenwerte aus. Die Folge: Große Teile der modernen Finanzmathematik - beispielsweise die Formeln von Markowitz, Sharpe, Black-Scholes - funktionieren in solchen Märkten nicht.

Kaufen und Halten. Man solle nicht versuchen, den "richtigen" Zeitpunkt für ein Investment abzupassen, raten Experten stets. Das ist zwar eine realistische Einschätzung der menschlichen Fähigkeiten, doch aus Sicht Mandelbrots problematisch: Der "richtige" Zeitpunkt spiele nämlich auf den Märkten eine sehr große Rolle. Kursschwankungen sind nicht symmetrisch über die Zeit verteilt, sondern kommen gehäuft vor. Große Ereignisse - die öfter eintreten, als wir vermuten - haben große Kursbewegungen zur Folge, und diese Aktivitäten konzentrieren sich auf kleine Zeitabschnitte. Die Folge: In den achtziger Jahren beispielsweise fielen 40 Prozent der Gewinne im amerikanischen S&P-Index in zehn Tagen, also in 0,5 Prozent der Zeit, an.

Normalverteilung. Die moderne Finanzmarkttheorie geht davon aus, daß Kursänderungen normalverteilt sind und dem Muster einer Glockenkurve folgen: Die meisten Kursveränderungen sind klein, nur ganz wenige sind sehr groß, und je größer sie werden, um so unwahrscheinlicher werden sie. Das entspricht leider nicht der Empirie, sagt Mandelbrot und nennt als Beispiel dafür den Kurssturz des DowJones im Jahr 1987 und weitere dramatische Kursereignisse in den vergangenen zwei Jahrzehnten, die so groß waren, daß sie unter der Annahme normalverteilter Kursänderungen nicht erklärbar sind.

Märkte sind riskanter, als wir annehmen. Akzeptiert man, daß die Kurse deutlich heftiger schwanken, als es das Standardmodell unterstellt, dann drohen ruinöse Kursbewegungen deutlich rascher. Nach dem Standardmodell der Finanzwissenschaft liegt die Wahrscheinlichkeit eines Ruins bei eins zu zehn Milliarden Milliarden, rechnet Mandelbrot vor. Unterstelle man aber dagegen deutlich heftiger schwankende Kurse, dann steige die Wahrscheinlichkeit eines Ruins auf eins zu zehn bis eins zu dreißig.

Aus FAZ -- Buch: „Fraktale und Finanzen. Märkte zwischen Risiko und Ruin“

Die ungelöste Derivate Blase

Summe der weltweit in Umlauf befindlichen Derivate (rot) gegenüber dem globalen Brutto-Produkt (grün).
Es handelt sich um Billionen Dollar, nicht etwa nur um läppische Milliarden.
Gegen diese Summe ist die Immobilienblase ein laues Lüftchen.

Nach dieser Statistik übersteigen die Derivate die gesamte Weltwirtschaft um mehr als das Zehnfache!!!
Wobei die Gewinne dieses Monsters relativ gering waren und kaum 0,05 %
ausgemacht haben dürften. Dieses Geschäft lohnte sich eben nur, indem man
die Spielsummen immer weiter nach oben trieb.
Bitte sich vorzustellen dass SIE, leber Leser 10 Jahre arbeiten müssen und ALLES abliefern müssen ohne auch nur etwas auszugeben für Nahrung, Kleidung und Wohnung auszugeben.
Sie sagen das ist denk-un-möglich.
So gesehen schon, aber es ändert nichts an der Tatsache dass enorme Schulden zu tilgen sind, durch noch zu schaffende Einkommen oder durch bestehende Vermögen. Letzteres funktioniert über eine (sehr starke) Geldentwertung (Inflation) oder Enteignung von Vermögen

Zur Erinnerung:
2006, im letzten Jahr vor Beginn der Subprime-Krise, erwirtschaftete die Deutsche Bank im Bereich Privat- und Firmenkunden („Filialgeschäft“) 1,041 Mrd. Euro vor Steuern,
im Corporate- und Investment Banking dagegen 6,084 Mrd. Euro, also rund 480 % mehr.

ein etwas anderer Rückblick

Dienstag, 22. Dezember 2009

Kaffeekartell aufgeflogen - und nun

Jahrelang haben Tchibo, Melitta und Dallmayr mit illegalen Absprachen die Preise nach oben getrieben
Der Schaden für die Verbraucher ist offenbar gigantisch: Nach Berechnungen von Verbraucherschützern haben Kaffee-Kunden über acht Jahre lang gut 4,8 Milliarden Euro zu viel bezahlt.

Die Schutzorganisation fordert deshalb nun drakonische Strafen: "Die Kaffee-Multis sollten das zu Unrecht abkassierte Geld an die Verbraucher zurückzahlen", sagte Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg der "Bild"-Zeitung.

Was kann man tun? -als mündiger Bürger
Das zuviel bezahlte Geld wird der Konsument von der EU nicht in direktenm Weg zurückbekommen.
Es bleibt nur mehr die Geheimwaffe übrig - der Kaufstreik als Form einer demokratischen Meinungsäusserung gegen die überführten Kartellsünder.

ÖL und Gas im Vergleich

Gas ist somit in Relation zu Rohöl zu billig,
ODER
der Rohölpreis ist infolge von Spekulation zu stark getrieben und somit überhöht.
Für diese Hypothese spricht die bessere Lagerbarkeit von Öl, bzw. die historisch stärkere spekulative Ausrichtung.

Quellen: US Energy Information Administration

F&E Ranking 2008


Quelle: Booz&Allen

Sonntag, 20. Dezember 2009

unfähige Autobauer

Einst war der Saab ein Lebensgefühl.
Dann kam General Motors und wollte aus dem teuren Nischenfahrzeug ein Massenprodukt machen.

Vor 20 Jahren begann das mittlerweile im Konkurs beendete Projekt.
Ein sehr lange Zeit, um festzustellen, dass es nicht gelang, aber das ist vermutlich typisch für GM.


BMW hatte dasselbe mit dem MINI jedoch zu Erfolg gedreht, nachdem Debakel mit Rover!!
(Ein Fall von Lessons learnde?)


Erdöl - steigt der Preis?

Die Raffinerieauslastung ist auf 80% gefallen und liegt damit um 9 Prozentpunkte unter dem für diese Saison üblichen Durchschnitt.

Das ist kein ANZEICHEN FÜR EINE ANSPRINGENDE Konjunktur!!

Somit ist bewiesen, das der Erdölpreis der zuletzt bei fast 80 USD/B notierte, spekulativ getrieben ist.

Im übrigen sei darauf hingewiesen das seit über 25 jahren im Januar jeweils der tiefste Preis im Jahr zu erwarten ist. Quelle: saisonal Charts

Freitag, 18. Dezember 2009

Oligopole Beispiel

Die thailändische Wirtschaft ist de facto seit Jahren unter sechs großen thailändischen Familien aufgeteilt. Diese Familienclane dominieren und kontrollieren die thailändische Wirtschaft und nutzen ihre Vetternwirtschaft mit den Behörden und der Politik aus, um jegliche innerthailändischen Unternehmen, die ihnen gefährlich werden könnten, klein zu halten.

In einer solchen Wirtschaftsumgebung blüht natürlich die Korruption und der thailändische Machtklüngel.

Immer wieder hört man, dass diese Situation bei weiten Teilen der Thais über die Jahrzehnte eine enorme Frustration aufgebaut hat. Nach dem Motto: "Es ist ja eh egal. Wenn ich etwas aufbaue, was wirklich das Potential besitzt, um groß zu werden, dann stellen mit die Machteliten eh ein Bein".

Die thailändische Wirtschaft hat sich seit der Asien-Wirtschaftskrise 1998 nicht wirklich erholt.

Vielleicht liegt das daran, dass die Aushöhlung durch das Oligopol die eigentliche Ursache ist?

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Freie Preisbildung - gerechte Preise

Ein Paar Gedanken zur freien Preisbildung auf Märkten......

a) Monopole sind nicht für ALLE schlecht:
fragen Sie den Monopolisten Ihres Vertrauens z.B. ihren regionalen Strom-, Gas- Wasserversoger,
Warum haben Stromversorger die höchsten Durchschnittsgehälter?
Weil es durch mangelnden Wettbewerb keinen Preisdruck und somit keinen großen Kostendruck gibt.
Durch mangelnden Wettbewerb und daraus mangelnden Kostendruck wird auch nicht so günstig produziert wie man könnte.
Bei Monopolprodukten haben die Preise viel "Luft" nach unten.
Monopol sind die Sichtbaren Eisberge einer einer ineffizienten Marktwirtschaft- Eine freie Marktwirtschaft sieht anders aus. Alle Marktteilnehmer haben die gleichen Voraussetzungen und Nebenbedingungen zur Herstellung und Angebot der Waren und Dienstleistungen.
Die Realität ist erschreckend anders: Beschränkungen , Vorschriften, Gesetze an jeder Ecke, welche einen freien Markt behindern.
Selbst die Vertreter die einen freien Markt fordern - Wirtschaftskämmerer - meinen das aber nur für ihre Mitglieder, denen sie erhebliche Beschränkungen zur Berufsausübung auferlegen.


b) möglichst harter Wettbewerb führt natürlich zu niedrigeren Preisen.
Das hat mit "gerecht" (in einem sozialen Sinn verstanden) nicht unbedingt zu tun: fragen Sie den "working poor" Ihres Vertrauens, oder einfach gesagt Monatslöhne für Handelsarbeiter über 1500 Eur/Monat sind die Ausnahme......

c) Zusatzkosten für "freie Preise" werden oftmals von der Gemeinschaft aller getragen (zB industrielle Umweltverschmutzung, Sicherheitsmängel durch Kosendruck)

Das eigentlich schlimme an unserem System ist, dass die Masse der Bevölkerung ihre Leistungen am ungeschützen Markt anbieten muss und dadurch ein eherer niedrigeres Einkommens erwirbt. Als Bestrafung wird empfunden, dass genau diese große Bevölkerungsschicht einen übergebührlich höheren Teil ihres geringen Einkommens an die "geschützen Werkstätten für Bedürftige (Monopole, Oligopole, (verdeckte)Kartelle)" abliefern muss - unter der Aufsicht der Staatsorgane.

Ähnlich verhält es sich bei den Preisspekulanten ohne Basisware. Damit sind jene Spekulanten gemeint die kein Interesse am Erwerb eine Ware, sei es Erdöl, Weisen, Orangensaft, Fleisch, Erze, Metall usw. haben. Das sind jene Spekulanten die aufgrund ihres Wissenvorsprunges und des enormen Geldmitteleinsatzes (derzeit sehr günstig von Nationalbanken zwischen 0,2 bis 1% pa von Nationalbanken zu bekommen) die Preise treiben nach ihren Vorstellungen und durch Gewinnrealisierung die Preise in den Keller schicken und bereits die nächste Spekualtionsobjekt unbemerkt von restlichen Marktgeschehen sukzessive aufbauen usw.
Es wird ca 5-6 mal soviel Erdöl als Spekulationsobjekt gehandelt als Ware tatsächlich am Markt ist.
Eine Regelung wäre hier sehr einfach an das real verfügbare Produkt zu binden.

Wer bezahlt das? Jeder der ca 2 mia Erdenbewohner die sich zu den etwas Begüterten zählen dürfen zahlt jährlich ca 50-100 USD mehr für Treibsstoffe, Nahrungmittel usw. infolge der anteiligen Preissteigerungen durch diese unfunktionelle Spekulation.
Dieser Betrag ist nicht wirklich lebensbedrohlich hoch und somit leistbar. Man muss das wie als eine Steuer für "arbeitslose Geldarbeiter" sehen, denn Investmentbanking dieser Art ist selten eine wertschöpfende Arbeit. Auf diesem unkonventionellen "Steuereintreibungsweg" kommen jährlich zumindest 100-200mia Gewinne zusammen die sich vielleicht 200.000 Menschen (davon 30.000 von der "Investmentbank(oder Spekulationsbude) Goldman Sachs) teilen müssen.

Damit ergibt sich Umverteilungsfaktor von 10.000 "Spendern" auf 1 Person mit ca 750.000 USD Einkommen. Auch diese Vorgangsweise, einem Monopol nicht unähnlich, wird vom Rechtsystem und der Staatsgewalt gedeckt.

Ach ja fast hätt ichs vergessen:
Sugar 11 zur Lieferung im März 2010 zum Preis von 26 US-Cent pro Pfund , so teuer wie zuletzt 1981, Zuckerpreis hat sich binnen einem Jahr mehr als verdoppelt....15% alleine seit Anfang Dezember...

Warum ist das so? Für wielange noch.....

Dienstag, 15. Dezember 2009

Paul A. Samuelson - Ökonom

Der Doyjen der US Volkswirtschaftslehre ist gestorben.
Der Wissenschaftler verband Neoklassik mit Keynesianismus.
Er erhielt 1970 den Wirtschaftsnobelpreis.

Die «Einführung in die Volkswirtschaftslehre» von Paul A. Samuelson erschien erstmals 1948 und wird heute noch aufgelegt. Für Abertausende von Studenten war es die "Volkswirtschafts-Bibel" schlechthin.

Besonders wichtig waren seine Beiträge zur Aussenhandelstheorie: Er formulierte als Erster das Theorem, wonach Handel dazu führt, dass die zuvor knappen Produktionsfaktoren an Einkommen verlieren.
Wenn China und die USA den gegenseitigen Handel öffnen, steigt der Wohlstand zwar insgesamt. Die amerikanischen Arbeiter verlieren jedoch, weil sie jetzt mit den chinesischen konkurrieren müssen, während das amerikanische Kapital gewinnt, weil es in China Einsatzmöglichkeiten findet.

Der Globalisierungskritiker:
Im Alter von 90 Jahren sorgte Samuelson noch einmal für Aufsehen, indem er diese Überlegungen im Lichte der modernen Globalisierung modifizierte: Wenn im Zuge des Freihandels in China die Produktivität der Industrie schnell steigt, dann kann es sein, dass die Wohlstandsgewinne des Freihandels verloren gehen. Samuelson empfahl, das Tempo der Globalisierung durch politische Eingriffe zu drosseln.

Samstag, 12. Dezember 2009

Bändigung der Wall-Street

So will Washington die Wallstreet bändigen

Das kürzlich ohne die Stimmen der Repubilkaner beschlossene, umfassende Gesetzespaket zur Regulierung der Finanzmärkte gibt etwa der Regierung neue Befugnisse, Unternehmen zu zerschlagen, die die Stabilität der Wirtschaft bedrohen.

Zudem wird eine neue Behörde geschaffen, die Banktransaktionen der Verbraucher genauso wie komplexe Finanzgeschäfte überwachen soll.
Das ursprünglich von der Regierung vorgeschlagene Gesetzespaket wurde zwar auf Druck von mächtigen Lobbygruppen entschärft.
Das Gesetzespaket erstreckt sich über die ganze Breite des Finanzsektors, vom Kleinstkredit bis hin zu den Transaktionen multinationaler Banken. Zudem soll es für mehr Transparenz auf dem Markt im Derivatehandel sorgen, dessen weltweites Volumen rund 600 Billionen Dollar beträgt.

Die Zerschlagung von Unternehmen hat in den USA schon Tradition in den früheren Anti-Trust Gesetzen, welche auch angewandt wurden. Der letzte große Fall war die Zerschlagung von US Telefongesellschaft AT&TAnfang 1984 in sieben unabhängige Teilgesellschaften (Baby Bells).

Noch immer befindet sich der Ölpreis zu einem großen Teil in Abhängigkeit von Spekulanten, die niemals an die Lieferung des Öls denken, mit dem sie handeln.
Gleiches gilt auch für andere Rohstoffe.
Stark gehebelt spekulieren diese Marktteilnehmer auf die Preisentwicklung des Öls, ohne einen eigenen Bedarf zu haben.
Daran etwas zu ändern wäre die Aufgabe von Regulierungen, denn es kann doch nicht angehen, dass mehr Rohöl im "virtuellen" Umlauf ist als jemals benötigt wird.
Doch hier scheinen die Lobbyisten von Goldman Sachs die Finger schützend im Spiel zu haben, denn dass ist genau eines der versteckten Kerngeschäfte wo wirklich "Kohle gemacht" wird.

Freitag, 11. Dezember 2009

Goldman Sachs - Die Blasen-Maschine

Goldman Sachs gilt als großer Gewinner der Krise.
Das Ende 2008 geliehene Geld (schlappe 10 mia USD) wurden an den US-Staat vorzeitig zurückgezahlt.
Für heuer wurde bislang ein Gewinn von 8,4 Milliarden Dollar gemeldet. Das US-Magazin „Rolling Stone“ nannte Goldman Sachs „die große amerikanische Blasen-Maschine“, weil es die Bank schaffe, als Berater, Finanzierer, Vermögensverwalter und Investor immer auf der richtigen Seite des Geschäfts zu stehen.

Zudem sind Hauptkonkurrenten an der Wall Street, Bear Stearns, Lehman und Merrill Lynch, geschluckt und praktisch von der Bildfläche verschwunden, Mitbewerber wie Citigroup oder die schweizerische UBS sind angeschlagen.

Jeder der 30.000 Mitarbeiter bekommt von Santa Goldman im Durchschnitt 600.000 USD als Boni ausbezahlt.
(ca 18 mia USD)
Quelle: Format
Manchmal bekommt man den Eindruck, dass Al_Qaida 2001 das "falsche Welthandelzentrum am Südzipfel von 85-89 Broadstreet- Manhattan getroffen haben??

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Wer zu gross ist..

«Wer zu gross ist, um unterzugehen, ist definitiv zu gross»
Dies sagte der Finanzmarktkritiker Willem Buiter in seinem Blog in der Financial Times.

Buiter ist dagegen, dass Grossbanken gerettet werden: «Wenn man nicht bezahlen kann, was man schuldet, muss man untergehen, mit allen schmerzlichen Konsequenzen», schrieb er noch im Oktober, «in den alten Tagen hat dazu auch das Schuldengefängnis gehört und die Sklaverei für säumige Schuldner.»

Er hat recht. Denn große oder sollte man bloß verächtlich fette Unternehmen sagen, haben viel Macht in Form von Geld um sich vieles zu kaufen, Meinung, Reputation, Knowhow, Recht uvm.

Diese Unternehmen sind so groß, dass diese Politiker vor Wahlen vor die Wahl stellen: Entweder Partei X kann eine Wahl gewinnen, wenn man dies oder jenes macht oder wir entlassen ein paar tausend Mitarbeiter und die Gazetten werden euch inder Luft zerreisen und ihr könnt eure Sessel an den Schalthebeln der Macht räumen. ( Beispiel Vetrschrottungsprämie in Deutschland - 5 Monaten nach den Wahlen Anfang 2010 kommt für den Autohandel die Wahrheit an Tageslicht)

Das einzige was diese Firmen sich nicht kaufen können ist Anstand, weil denn gäbs gratis.
Ähnliche Themen hier:

Dienstag, 1. Dezember 2009

Verständnis der Verhältnisse in Dubai

Der Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum, versicherte unterdessen, die Wirtschaft des Emirats sei «stark» und «stabil».
Die Reaktion an den Börsen auf die Zahlungsprobleme von Dubai World zeuge von «mangelndem Verständnis der Verhältnisse in Dubai», sagte er im Fernsehsender al-Arabiya.
Der Generaldirektor der Finanzverwaltung von Dubai, Abdulrahman al-Saleh, sorgte am Montag für weitere Unsicherheit, als er erklärte, die Regierung gebe keine Garantien für Dubai World, obwohl ihr die Firma gehöre.

Die Wortwahl (hoffentlich richtig übersetzt) ist äußerst interessant. Scheich Maktoum hat bisher aber auch einen gewaltigen Blinden Fleck in seinem Emirat, denn bei aller Liebe für Innovation und Zukunftsdrang, Größenwahn ist eine andere Kategorie, und war noch nie von längerer Dauer.

Selbst vor 70 Jahren träumte ein Österreicher in Deutschland vom 1000 jährigen Reich, welches nach 6 Jahren zerbrach.
An diese Fragilität von Staatgebilden sollte der Scheich mal denken, wenn er für seine ca 200.000 Emiratbürger, (weitere 1,5 mio sind Ausländer) Dubai neu erfinden will alles auf Pump (Kredit).

Sonntag, 29. November 2009

Das chinesische Modell

Das «chinesische Modell» hat dem Reich der Mitte während dreier Jahrzehnte ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum beschert.
Sein Geheimnis liegt im Kern darin, dass in einer noch stark staatsinterventionistisch geprägten Wirtschaft Kapital und Arbeit ungewöhnlich billig verfügbar geblieben sind.
Das System, das grössere Unternehmen vielfältig bevorteilt, Kapital daran hindert, alternative Anlagemöglichkeiten im Ausland zu suchen, halbstaatliche Konzerne ermuntert, kaum Gewinne abzuführen und es Arbeitern verbietet, sich in unabhängigen Gewerkschaften zu organisieren, hat die Chinesen jahrelang dazu gezwungen, zugunsten von Investitionen und damit verbundenem Wirtschaftswachstum auf gegenwärtigen Konsum zu verzichten. Es hat einen exportorientierten Aufschwung ermöglicht, bei dem eines der ärmeren Länder zu einem grossen Kreditor der reicheren Welt geworden ist. Und es führte dazu, dass in dem Billiglohnland grosse Teile der Industrie nicht arbeits-, sondern kapitalintensiv produzieren.

Nun allerdings hat die weltweite Wirtschaftskrise plötzlich auch vielen chinesischen Fachleuten und Politikern vor Augen geführt, dass es so nicht ewig weitergehen kann. Wenn in China nicht nur Private, sondern primär auch Konzerne zu viel sparen und investieren, dann bedeutet das

Erstens, dass den Chinesen das Geld fehlt, um selber verstärkt das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Zweitens hat dies immer grössere Überkapazitäten geschaffen, die nicht nur Kapital, sondern auch Ressourcen verschwenden.

Drittens drohen Preiskriege, die leicht die Globalisierung gefährdenden Protektionismus auslösen können, wenn chinesische Firmen sich vermehrt gezwungen sehen, überzählige Ware zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt zu werfen.

Die chinesische Regierung könnte das wahrscheinlich verhindern, indem sie einen klaren Reformfahrplan aufzeigt, der für Modernisierung und Wandel durch mehr unverzerrten Wettbewerb und Offenheit sorgt. Sonst aber droht das «chinesische Modell», in einen unschönen Stress zu geraten. Auszug aus NZZ

Freitag, 27. November 2009

Dubai wieder im Gerede

Die Verbindlichkeiten von Dubai World belaufen sich auf 59 Mrd. $.
Sie machen damit einen Großteil der Staatsschulden von 80 Mrd. $ aus.

Die größten Gläubigerbanken von Dubaiworld:
  • HSBC $17bn
  • Standard Chartered $7.8bn
  • Barclays $3.6bn
  • RBS $2.2bn
  • Citi $1.9bn
  • BNP Paribas $1.7bn
  • Lloyds $1.6bn
Britische Häuser haben mit Krediten im Volumen von rund 50 Mrd. $ die größten ausstehenden Forderungen. Die gesamten Forderungen ausländischer Banken gegenüber den Vereinigten Arabischen Emiraten beliefen sich nach Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im ersten Halbjahr auf 123 Mrd. $.

Die islamischen Bonds (Sukuk) von Nakheel (ein Unternehmen von Dubai World) verloren gewaltig an Wert: Die Kurse fielen laut Reuters um 30 Punkte auf ein Rekordtief von 40 Cent auf den Dollar. Die Papiere des Immobilienentwicklers mit einem Volumen von 3,5 Mrd. $, die am 14. Dezember fällig werden sollten, waren am Mittwoch noch mit 110 Cent gehandelt worden - bevor das Emirat die Welt mit der Ankündigung schockierte, Gläubiger des staatlich kontrollierten Konglomerats Dubai World und Nakheel um ein sechsmonatiges Schuldenmoratorium zu bitten. aus FTD

Aber das ist nur die Spitze des Eisberges

Und wie hoch sind die Schulden der anderen Investmentgesellschaften, die auf zig-tausend m² unverkaufter, unvermieteter Hotel- und Büroflächen sitzen bleiben?

Wer schon einmal in Dubai war, weiß dort bist es heiß, sehr heiß. So heiß dass sich ein Leben nur in geschlossenene Räumen mit Klimatisierung abspilet, egal ob klimatisiertes Auto, klimatisierte Wohnung, klimatisiertes Hotel oder klimatisiertes Büro erträglich ist.

Wer will schon eine längere Zeit auf einer der Palmen(sand-)inseln die ca 1 m über Meeresnineau liegen längere Zeit wohnen? Was kann man tagsüber tun? Segeln in der Hitze? Am hauseigenen Strand liegen? Dubai ist vermutlich mit wenig Hausverstand, dafür umso mehr Größenwahn geplant und errichtet worden.

Aber in 50 Jahren hat sich das Thema Palm Islands wegen der steigenden Meeresspiegel von selbst erledigt.

Dubai stiftete zudem Verwirrung mit seiner Entscheidung, sich aus einem Finanzierungsprogramm nur die Hälfte der Summe zu besorgen, die es vor wenigen Wochen angekündigt hatte. Die Regierung leihe sich bei zwei Banken in Abu Dhabi 5 Mrd. Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zu einen Zinssatz von 4 Prozent, hiess es. Erwartet worden war, dass Dubai 10 Mrd. Dollar aufnimmt und damit die zweite Hälfte des Programms gänzlich ausschöpft. Experten zeigten sich irritiert. Es sei weder klar, was Dubai mit den ersten 10 Mrd. Dollar angefangen habe, noch warum es nun auf 5 Mrd. Dollar verzichte, hiess es. "Wir haben nichts mehr gehört seit Mai, als es hiess, dass ein Teil des Geldes für eine Refinanzierung der Nakheel-Schulden genutzt worden sei", sagte Caroline Grady von der Deutschen Bank. (APA)

Dienstag, 24. November 2009

US Schulden zukünftige Entwicklung












„CBO" steht für Haushaltsbüro des US-Kongresses

Einkommen von Banker

Samstag, 21. November 2009

Finanzmarkt ist ein selbstzerstörendes System

Das und noch viel mehr sagt Fredmund Malik, der Gründer des Managementzentrums in St.Gallen /Schweiz.
...Wir erleben keine ökonomische Krise, sondern eine Krise der Gesellschaft und des Managements...
...Aufgrund der Anforderungen, die das Konzept des Shareholder-Values (SHV) an sie stellt, sind viele Manager gezwungen, Investitionen und Innovationen zurückzustellen...

...Es gibt einen Trend zu sozialistischen Lösungen. Der Ruf nach Regulierung wird zwar laut, aber niemand hat schlaue Regeln parat. Auch die Marktwirtschaft ist überfordert. Die Probleme beim Geldkreislauf sind aber nur das Fieber, die Krankheit ist das Kollabieren der Nervensysteme. Ich fordere ein Ausbrechen aus der Bipolarität zwischen Sozialismus und Kapitalismus. In der neuen Ordnung müssen Organisationen doppelt so viel leisten mit der Hälfte des Geldes.....

....Unsere Demokratie ist nicht mehr geeignet für die Probleme, die wir haben. Ich bin nicht dafür, die Demokratie abzuschaffen, aber sie muss grundsätzlich reformiert werden.
Es stimmt, dass China ein hohes Maß an Kapitalismus hat und keine Demokratie in unserem Sinne ist. Die Eliten in China sind sich extrem bewusst, dass sie neue Ordnungen suchen müssen. Sie haben Sozialismus und Kapitalismus probiert und gesehen, was funktioniert und was nicht. Jetzt suchen sie mit Hochdruck nach neuen Lösungen, die in Richtung Dezentralisierung mit einem handlungsfähigen Zentrum gehen, abgeschaut von der Natur..... Im Gegensatz zu uns haben die Chinesen das Problem erkannt.....

...Wir wiederholen genau jene Fehler, die die Japaner in den 90er-Jahren gemacht haben. Dort hat man seitdem etwa 15 große Pakete verabschiedet, um die Konjunktur anzukurbeln. Sie haben alle nichts genutzt. Das Geld kam in der Realwirtschaft nicht an. Und das zeigt sich jetzt auch. Höchstens fünf Prozent der beinahe 1 000 Mrd. Dollar, die die Amerikaner in Konjunkturpakete investieren, kommen in der Wirtschaft an; in Deutschland ist es weniger als ein Prozent....

....Für die sich anbahnenden Herausforderungen haben wir neue hocheffektive Lösungen, die für herkömmliches Denken jedoch unglaubwürdig wie Wunder erscheinen. So wie man aber Pferdekutschen nicht mit Autos und alte Telefone nicht mit Handies vergleichen kann, lassen sich alte und neue Lösungen für die Krise nicht vergleichen. Die neuen Lösungen funktionieren auf einer höheren Ebene der Wirksamkeit, weil sie auf ganz anderen Gesetzmässigkeiten beruhen....

.....Die Finanzmärkte sind um ein Vielfaches größer, als die Realwirtschaft dies für ihre Investitionen und ihren Handel braucht. Die Volumina sind so aufgebläht, dass sie im Zuge dieser Krise deutlich zurückgehen werden - um mindestens ein Drittel, wahrscheinlich auch zwei Drittel.....

......Die Leistung eines Unternehmens wird nur noch an Finanzkennziffern gemessen. Das ist die schlechteste Methode, um ein Unternehmen zu bewerten. Dadurch entsteht ein sich selbst zerstörendes System. Schnelle Gewinne zu machen ist eine Leichtigkeit, wenn man nicht auf die Zukunft achten muss. Man fährt Ausgaben für Innovationen, Marketing und Ausbildung zurück und der Börsenkurs explodiert. Entscheidend ist die Frage: Was tut das Management für die Zukunft des Unternehmens....
Auszug aus der Presse, Handelsblatt und aus Malik blog

Freitag, 20. November 2009

Was ist los mit dem US Hausbau?


Die Zahl der Hausbaubeginne beträgt vom 1.1.2000 bis 1.1.2006 im Schnitt 2 mio Einheiten proMonat.
Es sind also in den 6 Jahren (72 Monate) cirka 144 mio Häuser begonnen (und vermutlich auch fertiggestellt) worden.
Seit 1.1.2006 rechnen wir mit ca 1mio Baubeginne /Monat im Durchschnitt. Somit sind in diesen 46 Monaten 46 mio Häuser begonnen worden.
Insgesamt wären als in diesen 9 Jahren cirka 190 mio Häuser gebaut worden, wenn man den Angaben der US Statistik glaubt.

Kann dies stimmen? Wenn man bedenkt dass ca 300 mio US Bürger in 9 Jahren für jeden 2. US Bürger ein Haus gebaut wurde????
Selbstverständlich werden ein paar hundertausendtausend Häuser abgezogen die durch Wirbelstürme und Katastrophen zu Bruch gingen und nun neu errichtet werden.
Dennoch kann diese Zahl gefühlsmäßig nicht stimmen, denn auch vor 1.1.2000 wurden ja viele Häuser in den USA gebaut.

Warum die USA "krank" ist?

Ein Berufungsgericht urteilte, die Fahrlässigkeit von Philip Morris (einer der weltgrößten Tabakwarenhersteller) sei der Grund für das Lungenleiden der 61-Jährigen. Die Summe von 300 mio USD als Schadenersatz, die Cindy Naugle erhält, ist die höchste, die je einem Raucher in Florida gewährt wurde.

Ihr Fall ist einer von insgesamt 8000 gegen Zigarettenfirmen in dem US-Staat. Naugle begann im Alter von 20 Jahren mit dem Rauchen. 1993 hörte sie auf, doch ihre Gesundheitsprobleme dauern an.
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Es gab in der Vergangenheit schon öfter spektakuläre Gerichtsurteile mit für europäische Verhältnisse ex-orbit-ant (ausserirdisch) hohen Schadensersatzbeträgen.
Es ist zwar nicht so, dass diese Summen dem Unternehmen in Einzelfällen sehr weh tun, aber damit vermindert sich der zu versteuernde Gewinn und somit erhält der Staat weniger zugunsten einer einzelnen Person.
Nun man kann jetzt darüber trefflich streiten ob der/die Raucher/in nicht selbst schuld sind sich in diese Sucht eingelassen zu haben wie zig-millionen andere weltweit auch , die aber keine Schadenersatzsummen bekommen.

Krank ist ein Land in dem unter anderem die Möglichkeit besteht :

1. dass es zu derart ungerechten Einzel-Urteilen kommt, wenn es Millionen gleichgelagerter Fälle gibt

2. Diese Schadenersatzsummen sind, so es den Klägeranteil betrifft unversteuert bleiben, nur der Honorarteil des Rechtsanwaltes ist als Einkommen zu versteuern.

2. dass geschäftstüchtige Rechtsanwälte sich mit diesen Prozessen "eine goldene Nase verdienen" 20-40% der Streitsumme , zulasten der Allgemeinheit, vermutlich der Hauptgrund für die Klage, vermutlich ist auch der Rechtsanwalt auf den Kläger mit der Klagsidee zugekommen...

3. ähnliches auch im Gesundheitsbereich bei Ärtzefehlern erfolgt, wobei sich damit zum Teil auch die doppelt so hohen Gesundheitskosten in den USA gegenüber europäischen Ländern erklärt, und damit Geld für die breite Krankenversorgung von ca 50 mio US- Bürgern fehlt.
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Über die Sinnhaftigkeit von exorbitanten Boni zu diskutieren, die vielleicht einer Gruppe von 10-30.000 Bestverdienern zukommen und die Millionen von Kleinanlegern für Pensionen im Gegenzug dafür verlieren, wäre auch mal zu reden.

Die Wirtschaft der USA ist groß, aber sie ist schon lange nicht mehr stark. Inzwischen ist sie in vielen Bereichen verrottet. Man sieht es am Außenhandelsdefizit. Natürlich gibt es auch ein paar gute Firmen in den USA, aber die meisten sind nicht konkurrenzfähig. Die Investitionen der Unternehmen sind lächerlich niedrig, so niedrig wie zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg. Man sieht es auch an der immensen Verschuldung der Privathaushalte. Das Einzige, was in den USA in den letzten Jahren blühte, war die Wall Street - und die hat sich nun selber umgebracht.
Auszug aus dem Handelsblatt : Malik sagt:...

Donnerstag, 19. November 2009

US Defizit erstmals über 12 bia$

Das Defizit stieg seit dem Beginn der Finanzkrise mit beispielloser Geschwindigkeit an. Die Zehn-Billionen-Dollar-Marke wurde im September 2008 überschritten. Nach den geltenden Regelungen ist ein Ansteigen der Staatsschuld über 12,104 Bio. Dollar nicht zulässig.

Nicht ständig Geld ausgeben, dass man nicht hat

Der US-Kongress müsste die Regelungen umgehend ändern, wenn der gegenwärtige Trend anhält. Die Regierung von Präsident Barack Obama könne nicht ständig «Geld ausgeben, das sie nicht hat», monierte der republikanische Oppositionsführer im Senat, Mitch McConnell.

US Plan zur Zerschlagung der Banken

Der US-Kongress bringt einen Gesetzentwurf zur Zerschlagung von Banken auf den Weg. Der Vorsitzende des Unterausschusses für Kapitalmärkte legte am Mittwoch einen Vorschlag dafür vor, der in dieser Woche erstmals debattiert werden soll.

Der Entwurf gebe einem geplanten Rat zur Kontrolle der Finanzbranche die Macht, Institute zur Aufspaltung zu zwingen, die die Stabilität des Systems allein durch ihre Grösse gefährdeten, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Paul Kanjorski. Der Vorschlag wäre Teil der grossen Finanzaufsicht-Reform von Präsident Barack Obama.

Der demokratische Abgeordnete kündigte zudem eine enge Koordination mit der Europäischen Union an. «Ich habe Anfang des Jahres mit vielen EU-Vertretern und Mitgliedern des Europäischen Parlaments gesprochen und dabei erkannt, dass wir viele Sorgen teilen», sagte Kanjorski.

Der Entwurf verpflichtet die Grossbanken nachzuweisen, dass ihr möglicher Zusammenbruch die Stabilität der amerikanischen Wirtschaft nicht bedroht. «Kein Institut darf so gross sein, dass man es nicht zusammenbrechen lassen kann», betonte Kanjorski.

Mittwoch, 18. November 2009

Gold-Silver Ratio


Gold ist in der letzten Zeit preislich stärker angestiegen als Silber.
Dies drückt sich in der Preisverhältniszahl in einem Antieg der roten Linie aus.

Das kann 2 Gründen haben Gold ist in Relation zu Silber zu teuer oder umgekehrt.
Für beide Seiten der Medaille gibt es Marktmeinungen. Dennoch ist der extrem starke Anstieg interessant, der in diesem Ausmaß fast noch nie in der betrachteten Zeitspannn vorkam.
Nachdem Silber eine wesentlich stärkere industrielle Verwendung findet als Gold, könnte auch die Wirtschaftskrise mit sinkenden Produktionsmengen für eine geringere Nachfrage von Silber und damit geringerer Preisanstieg als Gold verantwortlich sein.

Freitag, 13. November 2009

Airline Fusion

British Airways und Iberia einigen sich auf Fusion
Durch den Zusammenschluss würden Synergien von etwa 400 Millionen Euro entstehen, teilte Iberia am Donnerstagabend mit.

Die Briten werden künftig 55 Prozent an dem neuen Konzern halten und die Spanier 45 Prozent.

In 5 Jahren vermutlich wird dan das Ergebnis am Tisch liegen. Nicht 400 mio Eur Synergien sind entstanden sondern 200 mio Eur Mergerverluste - so wie in 75% aller Großmerger auch.

Und wieder haben wir ein Beispiel, dass Großmannssucht und Gigantismus in Form von immer größer, eigentlich das gegenteil bewirkt.

Die Unternehmen werden mittlerweile so groß dass "to big to fail" bald nicht mehr gelten kann, weil kein Staat mehr solche Giganten auffangen kann ohne sich selbst sofort zu Grunde zu richten.

US-FDIC geht das Geld aus

US-Banken müssen eigene Einlagensicherung retten
Angesichts der Flut pleite gegangener Regionalbanken in den USA geht der staatlichen Einlagensicherung FDIC das Geld aus.

Damit die Einrichtung zum Schutz der Sparer nicht selbst unter Wasser geht, zahlen die Institute ihre Versicherungsbeiträge im Voraus - für gleich drei Jahre.
Die ungewöhnliche Notmaßnahme wird rund 45 Mrd. $ in die Kassen der Einlagensicherung FDIC spülen.... Auszug aus FTD

«Es ist wahr, dass das Geld aus dem Banksafe verschwunden ist, aber in jedem Fach liegt eine Staatsanleihe.»

Mittwoch, 11. November 2009

Vergeßt High Potentials

Innovation und Motivation - das brauchen Unternehmen in der Krise mehr denn je.
Die meisten Unternehmen suchen intensiv nach höchstqualifizierten neuen jungen bestens ausgebildeten mehrsprachigen rhetorisch perfekten Mitarbeitern nicht älter als 30 jahre mit mindestens 5 Jahren Berufspraxis.
Ätsch so was gibts kaum, ausser in Träumen. Und was wenn doch?

Unternehmen brauchen Motivatoren und Innovatoren, gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise.
Beides wird schon immer gesucht und kaum gefunden!
Den meisten Unternehmen gelingt es hervorragend, jeden kreativen Funken zu ersticken.
Unternehmen bauen normalerweise Führungskräfte auf, die eher Gewohntes reproduzieren, als dass sie Neues entwickeln. Aufstrebende Mitarbeiter erkennen also, dass sie es ihren Chefs gleichtun müssen, wenn sie es zu etwas bringen wollen. Und selbst wenn Talente von außen kommen, werden sie oft in dieselbe anti-innovative Kultur hineingezogen, die bereits das in der Firma vorhandene personelle Potenzial unterdrückt hat

Kann es sein dass ein Blinder ein Bild von Picasso auswählen will?

Viele hoch qualifizierte Nachwuchsmanager entwicklen nach ihren ersten Erfolgen ein zu großes Selbstbewusstsein. Sie beginnen, ihren eigenen Schilderungen von Heldentaten und dem Büroklatsch zu glauben. Sie zögern, das Rad neu zu erfinden, wenn ein bestimmter Ansatz bereits gut funktioniert hat.
Wird diese Einheitsbrei-Kompetenz auf hohem Niveau zu hohen Kosten wirklich benötigt?

Es muß nicht immer gleich der "Innovations-Guru" gefunden werden, den es selten genug gibt.
Es genügt schon, wenn das Unternehmen (-sführung) die Ansätze die im Haus vorhanden sind nicht unterdrückt, sondern entwickelt.
Achja, dass Mitarbeitermotivation die "kleine Schwester" der Innovation ist, dürfte spätestens dann jemanden klar werden, wenn man erlebt hat wie Mitarbeiter "aufblühen" wenn ihre Ideen oder Ansätze zu einem für das Unternehmen brauchbaren Ganzen (gleichsam aus vielen Puzzleelementen) zusammengesetzt wird.

Auszüge aus Havard Business Review

Dienstag, 10. November 2009

IEA Ölstatistik gefälscht?


Gemäss den letzten veröffentlichten Prognosen der IEA wird die weltweite Ölförderung mindestens bis 2030 steigen - auf 120 Millionen Barrel pro Tag (ein Barrel entspricht 159 Liter). Erst danach sei mit einem Rückgang der Fördermengen zu rechnen, liess die IEA verlauten.

Diesen Prognosen widerspricht ein Insider, wie die britische Zeitung «The Guardian» schreibt.

Beim Informanten soll es sich um einen hohen Beamten der IEA handeln. «Innerhalb der IEA glauben viele, dass es sogar unmöglich ist, die Öllieferungen bei 90 bis 95 Millionen Barrel täglich zu halten», wird der Insider zitiert. Auf Druck der USA sollen die weltweiten Ölvorräte höher dargestellt worden sein, als sie es tatsächlich sind. Die Amerikaner fürchteten das Ende der Ölhoheit, denn es würde ihre Macht bedrohen, schreibt «The Guardian» weiter. Die Statistiken der IEA seien aber auch absichtlich geschönt worden, weil es Befürchtungen gebe, dass sich an den internationalen Finanzmärkten Panik ausbreiten könnte.

Ein anderer Informant aus der IEA wird mit der Aussage zitiert, dass es innerhalb der Organisation eine Richtlinie gebe, die USA nicht zu verärgern. Die Tatsache, dass es weltweit weniger Ölvorräte gebe als bisher bekannt, werde nicht bestritten. Das Maximum der Fördermenge - der so genannte «Peak Oil» - sei erreicht. «Ich denke, dass die Situation wirklich schlecht ist», sagt der Insider weiter.

Laut IEA-Jahresbericht, den Chefvolkswirt Fatih Birol an diesem Dienstag vorstellte, dürfte der Ölpreis bis 2015 auf 100 Dollar je Fass steigen. Bis 2030 prognostizierte Birol einen Preis von 190 Dollar je Fass. Damit würden sich die Energieausgaben in der Europäischen Union in den beiden kommenden Jahrzehnten auf 500 Milliarden Dollar glatt verdoppeln. "Wir halten das für sehr alarmierend", sagte Birol.

Heiko Thieme: Der Preis ist durch Spekulation getrieben. Wenn man Gas als Referenz heranzieht, müsste Öl höchstens bei 55 Dollar notieren, eigentlich sogar unter 40: Die Öl-Lager sind für diese Jahreszeit überdurchschnittlich voll und wir haben Gas für die nächsten 100 Jahre.

Auszug aus Tagesanzeiger, Spiegel und Guardian

Die Raffinerieauslastung in den USA zurzeit auf unter 80 % gesunken. Das ist mal eben der niedrigste Wert in einem November seit 1990.
Ein sinkender Ölverbrauch passt eigentlich nicht zu einer anziehenden Wirtschaft.

China - ein anderes Gesicht

Gestern traf ich ein Unternehmerehepaar, welches in Hongkong und Schanghai je ein Unternehmen mit 150 bzw 200 Mitarbeiter besitzen.
Beide sind recht zufrieden wie das dort abläuft.
Auf die Frage wie China sonst gesehen wird, kam zur Antwort.
>> Niemand kümmert sich nur einen Deut um die Umwelt. In der Region um Guangzhou wo Schuhe hergestellt werden gibts kein sauberes Trinkwasser unserer Güte.

>> In China läuft eine Betriebsansiedelung "Ratz-fatz" ab. Keine Umweltverträglichkeit, keine Auflagen. in 3 Monaten Kann der Betrieb beginnen.

>> Damit die Qualität passt muss man sehr dahinter sein und hart durchgreifen. Dann funktioniert es.

>> Die Qualität am Bau ist schlecht. War ja unübersehbau beim letzten großen Erdbeben. Was ist aber wenn am 3 Schluchtendamm am Jangtse auch geschludert wurde. Dann gibt es eine Katastrophe von einem unbeschreiblichenAusmaß wenn der Damm bricht.

Montag, 9. November 2009

Wenn Tokyo im Staub versinkt

«Es ist einfacher, eine Finanzblase vorherzusagen als ein Erdbeben»

..sagt Didier Sornette, Professor für unternehmerische Risiken an der ETH Zürich.
Er beschäftigt sich Risiken, deren zeitlicher Einschätzung und den möglichen Auswirkungen solcher Ereignisse.

Er sagt unter anderem:
Tokyo wurde letztmals 1923 von einem Erdbeben zerstört. Die Zeitspanne bis zu einer Wiederholung beträgt rund 70 Jahre. Es kann also jederzeit geschehen. Das wird ein extremer Schock, der die Finanzwelt mit sich reißen wird. Es wird eine weltweite Depression geben, weil Japan eine sehr wichtige Wirtschaftsnation ist, es hält mehr als eine Trillion der amerikanischen Schulden. Das wird dramatische Konsequenzen für den Dollar haben.

Tatsächlich ist das keine Vorhersage, mehr eine naturwissenschaftliche Beobachtung. Bloß wer will diese Möglichkeit sehen und nachdenken, welche Entwicklungen sich daraus ergeben?

Prof. Sornette beschäftigen sich seit 15 Jahren mit der Erforschung von extremen Situationen auf den Finanzmärkten. Er hat mittels mathematischer Modelle unter anderem 2004 das Ende der amerikanischen Immobilien-Blase auf Mitte 2006 berechnet.

Ja, diese Krise war absehbar. Eine Wirtschaft, die um rund zwei oder drei Prozent wächst, ist nicht mit einem jährlichen Gewinnwachstum von 15 Prozent vereinbar.

Als Professor an der University of California in Los Angeles waren, schrieb er 2004 dem amerikanischen Notenbankchef Alan Greenspan einen Brief. Er schrieb ihm, dass er Modelle und Werkzeuge entwickelt habe, die für politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger nützlich sein könnten, um die Instabilität des Marktes zu diagnostizieren. Sornette bot ihm eine Zusammenarbeit an. Greenspan antwortete nicht.

Der Einbruch des Aktienmarktes in China wird im Sommer 2009, zwischen dem 17. und 27. Juli 2009 fallen. Seit dem 4. August fiel sie um 25 Prozent.

Der Geophysiker begann an der University of California Regeln aus der naturwissenschaftlichen Welt in der Wirtschaft zu suchen – womit er als Außenseiter ins Gärtchen der Ökonomie trat. Heute, rund zehn Jahre später, ist er die Führungsfigur einer zunehmend respektierten Disziplin namens »Econophysics«.

Sornette indes kam zum Schluss, dass es in der Wirtschaft positive Rückkopplungseffekte gibt, welche die Preiskurven von einem »normalen« Wachstum abbringen: Es entsteht eine Blase. Diese Blasen aber – hier ein zweiter Grundgedanke – lassen sich erkennen: Nämlich daran, dass die Wachstumsraten höher als exponentiell werden. Damit aber steuert das System auf ein kritisches Niveau zu; es gibt einen Punkt, an dem sich diese Zuwachsraten nicht mehr halten lassen – die Blase platzt, die Luft entweicht.

Es war auch mit freiem Auge absehbar, nur kaum einer wollte die deutlichen Zeichen sehen.
Die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich berechnete das Volumen der ausstehenden
globalen derivativen Kreditverträge Ende 2007 auf nahezu 600 Billionen US-Dollar; das entspricht rund elfmal dem Welt-Bruttoinlandprodukt. Sornette stimmt mit Embrechts überein, wenn dieser sagt: «Eigentlich braucht es bei solchen fantastischen Zahlen gar keine mathematischen Modelle mehr, um zu erkennen, dass hier etwas faul war.
Woher sollte plötzlich all dieses Wachstum kommen?
Zu viele hatten sich der Illusion hingegeben, mit «innovativen» Finanzprodukten eine Eigenkapitalrendite von 15 bis 20 Prozent zu erzielen, während die Realwirtschaft
um lediglich 2 bis 3 Prozent wuchs.

Quelle: teilweise Auszühe aus eine Interview der Zeit

JP Morgan gibt Bestechung zu

JP Morgan hat bestochen und will noch Geld dafür haben. Unglaublich!
Am 5.11.09 hat sich JP Morgan mit der Börsenaufsicht SEC geeinigt und für einen Bestechungsfall im Jefferson County in Alabama 75.000.000 (75 Millionen) Dollar gezahlt. 25 Mio. gehen an die SEC, 50 Mio. an den Jefferson County in Alabama.
Damit gibt JP Morgan zu, dass kriminiell gehandelt wurde.

JP Morgan hat die Verantwortlichen in Alabama bestochen, um das Geschäft mit der Emission von Anleihen zu bekommen. Dabei sind 8 Millionen Dollar geflossen. Gegen einen der Verantwortlichen aus Alabama wurde bereits ein offizielles Strafverfahren eingeleitet.

Ob das bei den restlichen Beteiligten passiert, ist noch unklar. Das zeigt schon wie wenig gegen solche Strafen gemacht wird.

Und noch ein Detail zeigt, wie frech die Beteiligten sind: JP Morgan wollte 647 Millionen Vorfälligkeitsentschädigung vom County haben.

Fakt ist das Jefferson County - ein Bezirk mit ca 660.000 Einwohnern- längst pleite ist.
Fakt ist aber auch dass das Unheil mit den krimininellen Aktivitäten von BearStearns begonnen hat, eine Investmentbank die es nicht mehr gibt. JP Morgan hat BearStearns am 17.3.08 um einen "Bettel" gekauft. Selbst diese Aktion wäre äußerst untersuchungswürdig, denn binnen Tagen verfiel der Kurs von 60 USD auf 2 USD und ohne offizielles Angebot wurde in einem Notverfahren BearStearns übers Wochenende an JP.Morgang "quasi verschenkt". Kursverfall im Chart daneben.
Die Aktionäre hatten das Nachsehen. Sie wurde parktisch über Nacht enteignet.

Ähnliches über Praktiken im Finanzbereich -->

Sonntag, 8. November 2009

US-Arbeitslose über10%?

Diese Information hat überrascht, war sie doch zuletzt bei 9,8%.
Das sagt das offizielle Amerika.
Tatsächlich liegt die Arbeitslosenrate aber zwischen 16 und 22%. Quelle: ShadowStats

Freddie & Fannie M.

Freddie Mac und Fannie Mae waren im September 2008 unter staatliche Kontrolle gestellt worden und sind seitdem mit umfangreichen Geldspritzen am Leben erhalten worden. Freddie Mac hat bisher knapp 52 Milliarden, Fannie Mae fast 46 Mrd. Dollar erhalten.

Doch wie schauts aktuell aus?
Erst am 5.11. hatte Fannie Mae einen Fehlbetrag von fast 19 Mrd. Dollar im dritten Quartal ausgewiesen und den Staat um weitere 15 Mrd. Dollar Hilfen gebeten.
Auch Freddie Mac ist weiter auf Staashilfen angewiesen.

Wieso brauchen beide weiterhin soviel Geld?
Fanni Mae erlaubt es den gestrandeten Immobilienbesitzern, die ihre Immobilie nicht sicher durch die Immobilienkrise manövrieren konnten, in der eigenen Immobilie gegen eine Mietzahlung wohnen zu bleiben. Jeder erstmalige Hauskäufer erhält ein Steuergeschenk in Höhe von 8.000 US-Dollar und dieses Programm wird weiter ausgeweitet. Der Finanzierungszins für Hypothekenkredite steht unter 5%, also fast so niedrig wie kurz vor der Immobilienkrise.


Zwar haben sich in den schlimmsten Regionen der Immobilienkrise der USA, in
Florida und Kalifornien, die Preise stabilisiert, aber deswegen gehts noch nicht gleich wieder aufwärts, weil "frei verfügbares Einkommen" fehlt. Zuviel wurde an Substanz seit 2007 vernichtet.

Donnerstag, 5. November 2009

GM - Orakel/Debakel aus Detroit

Der Verwaltungsrat von GM hat entschieden. 70% von GM gehören dem US-Staat.
Wer hat nun wirklich entschieden die US-Regierung oder ein paar Greise (Manager).

War die Entscheidung richtig? Aus GM - Sicht
Ja, denn GM braucht das Opel Know-How um kleine und sparsamere Autos zu bauen.
Ob GM allerdings in der lage ist dieses Know How auch in den USA umzusetzen bleibt abzuwarten.

Aber die Vorgangsweise hat viel zerstört. Natürlich hat man bei GM bis zu letzten möglichen Sekunde gepokert, die Entscheidung hinausgeschoben, um den deutschen Mitarbeiter solange wie möglich eine Karotte vor die Nase zu halten, damit diese "malochen bis zum Umfallen" oder wie wir Österreicher sagen, "um Leiberl rennen" und den Überbrückungskredit von 1,5 mia Eur vom deutschen Staat solange wie möglich zu bekommen.
Natürlich war GM auf Zeitgewinn aus, um zu sehen wie weit man mit dem neuen Mehrheitseigentümer Regierung kommt, wie Verschrottungsprämien greifen usw.

Doch die Vorgangsweise hat genau NICHT dem entsprochen was man allgemein unter CSR - Corporate Social Responsibility versteht.

Was wäre das Beste für OPEL?
GM nicht, Magna nicht, Russland (Bank oder Avtogaz) auch nicht.

Was aber dann?

Opel ist kein geeigneter Partner der bei einem Mitbewerber unterkommen könnte, weil diese mit ähnlichen Produkten bereits vertreten sind. Somit scheiden viele europäische in asiatische Autohersteller aus.

Die Insolvenz mit nachfolgender Schließung (Verkürzung von Fertigungskapazitäten) wär für den Automarkt das Beste. Der Schwächste bleibt auf der Strecke.

Doch wie soll das nun weitergehen, den europäischen GM Mitarbeitern (Opel) droht man mit Insolvenz, wenn nicht klein beigegeben wird und damit hätte man das Problem der 1,5 mia Eur Rückzahlung auch gleich abgehakt.

Sind derart brüskierte Mitarbeiter für eine gedeihliche und hoch motivierte Zusammenarbeit förderlich oder eher ein Klotz am Bein.

GM hat sich in Europa sicher auch bei den Konsumenten keine Freunde gemacht, die da nun ernsthaft nachdenken obGM-Autos von der Favoritenliste nicht gestrichen werden.

Mittwoch, 4. November 2009

Die FED hat entschieden

Die Federal Reserve hat heute Abend ihre faktische Nullzinspolitik bekräftigt.
Der Leitzins werde "für eine längere Zeit" extrem niedrig bleiben, ließ die Notenbank wissen.

Niedrige Zinsen bedeuten stiegende Aktienkurse.

Sehr niedrige USD Zinsen bieten auch die Möglichkeit sich sehr günstig zu verschulden um mit diesem Geld in Aktien zu investieren und dort hohe Gewinne einzufahren.

Das Ganze wird noch getoppt wenn das mittels Carry Trades funktioniert. Dadurch sinkt der Außenwert des USD (einstweilen) gegenüber anderen Währungen (z.B. EUR).

Wenn dann aber die Carry Trades wegen einer geänderten Zinslandschaft wieder zurückgefahren werden (müssen) wird es zu einer Aufwertung des USD zwangsläufig kommen. Das wird viele Kreditnehmer die nicht rechtzeitig aus den USD Krediten rauskommen teuer zu stehen kommen.
Ähnliches ist Ende 2008 beim YEN passiert.

Mit dem billigen Geld passiert noch etwas anderes, es kommt nicht in den Wirtschaftskreislauf und schafft Arbeit und Einkommen, sondern es bleibt zum Großteil in der Finanzwirtschaft hängen und soll Geld verdienen, welches aber immer nur eine Umverteilung ist, weil in der Finanzwirtschaft keine Werte geschaffen werden.

Dienstag, 3. November 2009

GOLD neues ATH


Gold bricht im USD nach oben aus
KZ 1200-1300
Rücksetzer bis 1060 werden erwartet

Sonntag, 1. November 2009

dunkle Finanzplätze

Die mit Abstand größte Steueroase befindet sich in den USA, sagt Tax Justice Network in der Analyse der "dunkelsten "Finazplätze der Welt.

Samstag, 31. Oktober 2009

Gold besitzen - eine Illusion?


Die LBMA ( The London Bullion Market Association -Members) ist ein Zusammenschluss von Banken, die berechtigt sind, im Auftrag von Kunden Gold zu kaufen und zu verkaufen. Der (Groß-)Handel findet direkt zwischen den Banken statt. Haben Kunden einmal Gold gekauft, lassen sie es aus Kostengründen oder weil sie es in absehbarer Zeit wieder verkaufen wollen, meist bei den Banken liegen. Fast all dieses bei den Banken liegende Gold soll so genanntes „nicht zugeteiltes“ Gold sein.

Das heißt, das Gold aller Kunden einer Bank liegt in einem gemeinsamen Safe und man kann nicht sagen, welcher Barren welchem Kunden gehört. Das nicht zugeteilte Gold ist lediglich eine finanzielle Verbindlichkeit für die Bank. Es ist keine Verbindlichkeit, die in Gold ausgezahlt werden muss — es sei denn, und das ist der springende Punkt, der Kunde wünscht ausdrücklich die physische Auslieferung.

Soweit so gut.

Wir alle kennen zumindest sein der letzten Finanzkrise wie Geldschöpfung funktioniert und was extensiver Umgang mit dieser "wundergleichen Vermehrung" anrichtet.

Was jetzt beschrieben wird ist reine Fiktion und nicht passiert - noch nicht.

Was ist wenn das nicht nur bei Geld passiert sondern womöglich auch bei anderen Werten wie Gold und Öl usw.
Was ist wenn Goldkäufer glauben dass bestimmte Zertifikate (ist rechtlich ein Schuldschein und nicht wie die Aktie Sondervermögen - das Hat eine Bedeutung im Insolvenzfall) oder ETF´s 1:1 in Gold hinterlegt sind, bzw . dieses Sicherheit den Käufern in den Verkaufsprospekten angeboten wird.

Seit cirka 2,5 Jahren ist in den breiten Bevölkerungschichten ein Run auf Gold. Münzanstalten kommen gerade mit der Prägung von Goldmünzen nach. Doch noch mehr Gold wird virtuell erworben, also ohne physische Auslieferung.
Was ist wenn die eine oder andere Goldzertifikatverkäufer auf folgende Idee, ähnlich der Geldschöpfung, kommt?
Es werden ja kaum alle Kunden, denen das Gold in unseren Tresoren, dass wir für diese Kunden treuhändisch verwahren (und dafür Lagergebühren verrechnen) gleichzeitig ausgeliefert haben wollen, noch dazu weil das nicht so einfach ist wie Geldabheben und in der Regel mit großen Sicherheitsproblemen verbunden ist. (das war ja auch vor ein paar Hundert Jahren die Idee wie es zur Geldschöpfung kam). Deswegen könnte man ja da Gold auch mittels Zerifikate noch mal an andere verkaufen. Kenner der Rechtsmaterie werden natürlich hiergleich erkennen, dass es sich um Diebstahl einerseits handelt und grob fahrlässigen Betrug andererseits, weil man ja weiß das das Gold das man verkauft gar nicht da ist.

Trotz dieses Runs auf Gold der letzten Jahre ist es nicht sehr stark gestiegen.
Na ja für Leute die heute eine Unze Gold handeln und um USD 1035 verkaufen und dafür keines einzigen USD für der Ankauf ausgeben müssen ist das sicher kein schlechtes Geschäft.
Steigt das Gold nicht, weil ja gar keine physische Nachfrage nach Gold besteht, außer dem Gold das aus Goldminen kommt?
Was passiert, wenn aber verstärkt Goldeigentümer auf eine physische Auslieferung bestehen?
Die ersten werden sicher noch Gold ausgehändigt bekommen, bloß es wir vermutlich nicht für alle reichen....
Was dann kommt ist unschwer abzuschätzen?
Um Zeit zu gewinnen wird vermutlich versucht physisches Gold am Markt für die Auslieferung zu besorgen, das treibt die Goldpreise. Der Goldpreis wird dann vermutlich stärker steigen.
Einige Hundert Tonnen wird man so sicher auftreiben, Geld ist ja genug da, aber es wird nicht lange genug reichen.

Und dann werden viele Leute ihr Gold und ihr Vertrauen an die Spezialbanken verloren haben, obwohl diese Leute dachten Gold kann nie nichts wert sein, weil es ja physisch da - sein sollte.

..oder doch?

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Forschungsetat Ranking

Quelle: Booz & Company

Dienstag, 27. Oktober 2009

EthanolPreis zieht deutlich an

Dargestellt ist der Ethanolpreis (Lieferung diesen Monat) der Rohwarenbörse Chicago.

Steigende Erdölpreis bewirken auch ein Nachziehen von Ethanol welches im Benzin begemischt wird, und in weiterer Folge wird auch der Maispreis noch weiter anziehen, denn

die USA brauchen mittlerweile rund ein Drittel der Maisernte (dieses Jahr wohl an die 2 Mrd. Scheffel) für die Ethanol-Produktion.

Die Nachfrage der amerikanischen Ethanol-Industrie nach Mais steigt zweistellig, alleine dieses Jahr über 20%.

Montag, 26. Oktober 2009

Geschenke an Banken

George Soros hält den Finanzsektor noch nicht für gesund.

Die hohen Gewinne, die grosse Banken momentan erzielen, haben für den bekannten Spekulanten einen anderen Grund: «Im Moment erhalten die Banken versteckte Subventionen in einem enormen Ausmass», erklärt er in einem ausführlichen Interview mit der «Financial Times». Die Aussage begründet er mit der Politik des billigen Geldes: «Die Banken können sich bei der Zentralbank das Geld für einen Zins von Null Prozent ausleihen und allein durch Investitionen in Regierungsanleihen 3,5 Prozent dafür einstreichen». Damit gehen die Banken keinerlei Risiken ein. Soros nennt das billige Geld an die Banken daher «verschleierte Geschenke durch die Regierung.»

Solcherart erworbenes Geld darf laut Soros nicht für Bonuszahlungen verwendet werden. Im Interview geht der Financier sogar so weit, eine Obergrenze für Boni zu fordern – für alle jene Grossbanken, die in der Not vom Staat gerettet werden müssen. Auch sonst fordert er eine deutlich stärker ausgebaute Regulierung der Finanzbranche: «Die bisher gültigen Vorstellungen dazu, wie Finanzmärkte funktioneren, waren falsch». Statt dass sie zu einem Gleichgewicht tendieren, würden sie Blasen und Crashs generieren. Laut dem Hedge-Fund-Manager müssten die Behörden daher indirekt versuchen, die Kreditvergabe besser zu kontrollieren: Über Kapital, das die Bank jeweils zurücklegen müssen. Je stärker die Kreditvergabe zunimmt, desto mehr sollen die Banken auf die Seite legen und umgekehrt.

«Die Banken sind politisch sehr einflussreich»

Doch Soros glaubt selber nicht, dass sich solche Reformen durchsetzen, wenn der Finanzsektor wieder auf vollen Touren läuft: «Der politische Einfluss der verbliebenen wenigen Grossbanken ist noch grösser geworden als er schon war, und diese werden ihre Macht nutzen.»

Verhalten optimistisch ist Soros immerhin für die Börsen – zumindest während der nächsten Wochen. Er hält es für «wahrscheinlich», dass die Kurse noch bis zum Jahresende weiter zulegen. Als wichtigsten Grund für das bisherige Kursfeuerwerk ortet er die von den Zentralbanken geschaffene Geldschwemme. Nach wie vor würden noch immer riesige Summen uninvestiert bleiben, die an die Börsen strömen könnten. «Weil sich an den Arbeitsmärkten keine Erholung zeigt, werden die Zentralbanken auch die Zinsen nicht so bald anheben», fügt Soros für die Börsen weiter an. Steigende Zinsen wären Gift für Aktienkurse.

Dollar verliert seine Stellung definitiv

Für die Gesamtwirtschaft zeichnet der berühmte Spekulant allerdings ein düsteres Bild: Weitere Stimulierungspakete sind seiner Meinung nach nötig. Ob solche politisch machbar seien, wisse er auch nicht, gestand Soros ein. Doch die Alternative wäre seiner Meinung nach das erneute Abgleiten in eine Rezession oder eine lang anhaltende Schwächephase der Wirtschaft.

Den grössten Teil seines Geldes hat Soros mit Währungsspekulationen verdient. So erstaunt es wenig, dass er sich im Interview umfassend zur Zukunft des Dollars äussert. Soros sieht momentan ein generelles Misstrauen gegenüber dem Geld in allen Währungen. Das ist für ihn der wahre Grund für die Wertzunahme von Gold oder Öl.

Dennoch hält Soros die Tage des Dollars als weltweite Leitwährung für gezählt: «Ich glaube, das System ist nicht mehr weiter funktionstüchtig», sagt er wörtlich. Schliesslich sei die USA nicht mehr der Motor der Weltwirtschaft. Diese Rolle hätte China übernommen. Weil die Wirtschaft des Reiches im Osten kleiner ist, als jene der USA, werde allerdings das Wachstum der Weltwirtschaft künftig geringer ausfallen.

Die Amerikaner hätten von der bisherigen Bedeutung des Dollars profitiert, diese Macht aber missbraucht. Schon jetzt zeige sich, dass der Rest der Welt immer weniger bereit sei, den Konsum der USA durch Dollarkäufe zu stützen. Wie von den Chinesen gewünscht, sollten die so genannten, künstlich geschaffenen Sonderziehungsrechte (SDR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) zunehmende die Rolle als internationale Reservewährung einnehmen. Die Dollarschwäche habe für die Amerikaner immerhin den Vorteil, dass sie ihre Produkte günstiger im Ausland absetzen können. So könne wenigstens durch Exporte ein Teil des ausfallenden Inlandkonsums kompensiert werden. Quelle: Tagesanzeiger CH

Innovation Ranking 09

Warum Erdölpreise steigen - müssen?

Saudi Arabien lässt aktuell verlautbaren:

Wenn die Welt ernst mache mit der Förderung erneuerbarer Energien, dann drohen die Erdöleinnahmen Saudi Arabiens zu sinken.

Deshalb verlangt Saudi Arabien für diesen Fall eine Entschädigung.

Wieder einmal zeigt sich hier der große Unterhaltungswert im Bereich Wirtschaft im Allgemeinen und Rohstoffe im Besonderen.

Man muss schon einiges an Chuzpe besitzen, um im genannten Fall eine „Entschädigung" zu verlangen. Nur zur Erinnerung: Es geht hier um Saudi Arabien, zentrales Mitglied eines Öl-Kartells.

Ein Land, welches 2006 163 Milliarden Dollar Erdöleinnahmen erzielte.

Freitag, 23. Oktober 2009

Was tut Goldman Sachs eigentlich?


andere sprechen von
Goldmine Sachs !!
Warum wohl?

Donnerstag, 22. Oktober 2009

weltweiter Sozialleistungs Vergleich


Über 41 Prozent der österreeichischen Staatsausgaben sind Transferleistungen und andere Sozialaufwände.

Das ist deutlich mehr als im weltweiten Schnitt der OECD.

Quelle: OECD

Montag, 19. Oktober 2009

Gold ETF

Der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Trust vermeldet für diese Woche unveränderte Bestände in Höhe von 1.109 Tonnen Gold. Damit wäre dieser ETF der 5. größte Goldbesitzer weltweit, knapp vor China.

Liste der staatlichen Goldreserven von 107 Ländern -->

Freitag, 16. Oktober 2009

Börsenkapitalisierung- Die Player

24.000 Mrd $ Börsenwert gingen in der Finanzkrise verloren, zumindest rechnerisch.
Davon wurden bereits 11.000 Mrd $ wieder durch die steigenden Kurse aufgeholt,
so daß noch 13.000 Mrd $ „fehlen“.
Der mit Abstand größte Markt ist die USA mit 300 mio Bürgern)

Was ist wnn China mit 1300 mio Bürgern sich entwickelt?
Wo steht dann die Börsenkapitalisierung?

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Bei Mais steigt der Preis

Der mit Abstand größte Mais-Produzent der Welt sind die Vereinigten Staaten. Der „corn belt" = Maisgürtel im Mittleren Westen der USA ist ein Begriff.

Das aktuell in den USA schlechte Wetter verzögert die Maisernte, denn das Wetterinstitut DTX Meteorlogix sagt für den Mittleren Westen der USA Regenfälle, sowie Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und mögliche Schneefälle vorsaus.

Dies könnte deutliche Ernteschäden nach sich ziehen.Und das vor dem Hintergrund: Schon die Aussaat hatte sich wegen massiven Regenfällen verzögert. Und auch nach der Aussaat standen die Pflanzen teilweise tagelang in Wasserpfützen. Alles nicht gerade eine gute Voraussetzung für eine neue Rekordernte.

Für die weltweiten Mais-Endbestände dagegen prognostiziert die USDA einen deutlichen Rückgang in Höhe von 11 Millionen Tonnen gegenüber der Vorprognose auf 136 Millionen Tonnen.

Es wird vermutlich keine Rekordernte geben wird. Gleichzeitig steigt aber die Nachfrage der amerikanischen Ethanol-Industrie kräftig.

Und in den USA nutzt die Ethanol-Industrie in erster Linie Mais zur Herstellung von Ethanol, welches als Treibstoff genutzt wird.

Das ist ein Faktor, der allgemein unterschätzt wird. Ich habe mir die Zahlen der US-Ethanol-Industrie mal genauer angesehen.

Im Jahr 2000 verbrauchte diese 566 Mio. Scheffel Mais.

2006/2007 waren es schon 2,117 Milliarden Scheffel.

2007/2008 dann rund 3 Milliarden Scheffel.

Und im laufenden Jahr dürften es 4 Milliarden Scheffel werden. + 33% !!!

Chartechnisch ist der Zeitpunkt für einen Long - Einstieg auch aus der Sicht der Saisonschwankungen ganz günstig.


Geldverdienen Extraklasse


Bei diesen Firmen sind auch in 2009 Gehälter/Bezüge der Extraklasse möglich.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Internet in China

Insgesamt waren Ende des ersten Halbjahres 2009 338 Mio. Chinesen online. Damit ist China zum unangefochtenen größten Internetmarkt der Welt aufgestiegen und hat die USA (230 Mio. Menschen online) auf Platz 2 verdrängt.

Allein im zweiten Quartal 2009 stieg die Zahl der chinesischen Internetuser um 40 Millionen User an. Die Penetrationsrate des Internet im Reich der Mitte jedoch immer noch erst bei niedrigen 25,5 Prozent.

Die Vermutung Internet würde fast ausschließlich im städtischen Umfeld erfolgen ist unrichtig, denn bereits 95 Mio. Bewohner auf dem Land online - das sind mehr Menschen als in ganz Deutschland leben.

Somit ist der Internetmarkt in China mit einem Potenzial von zumindest weiteren 300 mio Menschen in den nächsten 3-5 Jahren mit einer enormen Wachstumsgeschichte verbunden.

Montag, 12. Oktober 2009

BCG Studie Rest


BCG Studie 2. Fortsetzung




BCG Studie 1. Fortsetzung




Versorger höchste Aktienrendite


Laut der BCG Studie:
hier die unterschiedlichen Branchen im Ranking
<-- zum Vergrößern bitte anklicken

Freitag, 9. Oktober 2009

CEO Compensation

Die 8 am besten verdienensten CEOs zusammen haben 2008 Einnahmen in der Höhe von über 675 Millionen USD generiert. Um diese Summe einmal anschaulich zu machen wurden die Manager-Gehälter hier mit der Anzahl von Personen verglichen, die dafür um den Mindestlohn arbeiten müssen. Eine Gruppe von Menschen, deren Anteil an der Bevölkerung jedes Jahr zunimmt.

Klick auf das Bild für Vollansicht. (Quelle: boingboing.net)

Die Vergütung für Bruce Wasserserstein alleine würde also ausreichen, um 8.866 Personen mit Mindestlohn einzustellen. Bzw. umgekehrt -

Ein Unternehmen muss über 8.000 Arbeitsplätze streichen um das Gehalt eines Mannes zu bezahlen.

Kann das noch gerecht sein?

Inflationsschutz möglich?

Zu Zeiten des babylonischen Königs Nebukadnezar II.
habe man für eine Feinunze Gold 350 Laib Brot bekommen, weiss der RZB-Experte. Wenn heute eine Feinunze umgerechnet 730 Euro koste und ein Laib Brot 2,10 Euro, "dann bekommen wir für eine Feinunze genau so viel wie zur Zeit von Nebukadnezar", aktuell nämlich 348 Brotwecken.
Das sagte in Alpbach RZB-Chefanalyst Peter Brezinschek

A123: normale Wahnsinn ?

Am 24.9.09 wechselte das chinesische Unternehmen A123 an die amerikanische NASDAQ Börse. Alle Scheinwerfer wurden so auf das Thema speicherbare Energiemöglichkeiten gerichtet.

A123 erhielt am 24.09. eine Notierung bei einem Kurs von $ 13,50. Nach nur wenigen Tagen stand der Kurs bereits auf $ 28,20. Das entspricht für das kleine Unternehmen einem Marktwert von rund $ 2 Milliarden.

Jetzt muß man aber wissen dass dieses Unternehmen seit der Gründung in 2001 nur einen aufgelaufenen Umsatz von $ 168 Mio. erzielt hat. Dabei liegt der kumulierte Verlust sogar bei $ 146 Mio..

Ein solches verlustreiches Unternehmen wird an der Börse mit $ 2 Milliarden bewertet – völlig überzogen, um es noch vorsichtig auszudrücken!

Weil offensichtlich kaum noch jemand sich die Mühe nimmt und die Zahlen analysiert, passieren solche Hystrien ?

Die Gier nach Schnäppchen wird für viele Zocker wieder eine Lehrstunde werden, eine Schmerzliche.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Ende einer Leitwährung

Der Dollar ist die globale Leitwährung.
Zwei Drittel aller Währungsreserven werden in Dollar gehalten, die meisten Güter und die wichtigsten Rohstoffe, vor allem Erdöl, werden darin gehandelt.

Die Investoren kaufen alles, solange es keine Dollar sind. Gold, Euro, Schweizer Franken sind willkommen, die US-Währung wird gemieden wie die Pest. Seit mehr als einem halben Jahr verliert der Greenback deshalb kontinuierlich an Wert.
Wird also die Dollarschwäche zum Problem für die Weltwirtschaft?
Die Antwort auf diese Frage ist zwiespältig, die Dollarschwäche kann nämlich sehr widersprüchlich interpretiert werden.
Die Dollarschwindsucht ist inzwischen ein geopolitisches Dauerproblem geworden. Chinesen (2100 mia USD), Japaner (ca 1000 mia USD) und Russen, die beide grosse Dollarreserven besitzen, haben ihren Unmut schon mehrmals und öffentlich geäussert.

Eine Weltmacht hat eine Leitwährung
Vor den beiden Weltkriegen war das britische Pfund das Mass aller Dinge. Die beiden Weltkriege haben jedoch die Staatsfinanzen des Vereinigten Königreichs und seinen politischen Einfluss zerstört, das Pfund wurde immer irrelevanter. Grundsätzlich ist es nicht auszuschliessen, dass dem Dollar ein ähnliches Schicksal droht, ist doch die Bekämpfung der Wirtschaftkrise kostenmässig durchaus mit einem Krieg zu vergleichen.
Japan ist seit Jahrzehnten eine wesentliche Wirtschaftsmacht, deshalb ist der Yen auch eine Weltwährung, aber keine Leitwährung in der globale Güter (Rohstoffe) verrechnet werden.

China ist seit vielen Jahren in diese Liga aufgestiegen und entwicklet sich immer mehr zu einer globalen Wirtschaftsmacht. Die strategischen Investitionen in Afrika der letzetn Jahre sind nur ein Beispiel dafür.
Deshalb wird der Renminbi Yuan in Zukunft auch eine stärkere Bedeutung erhalten, nicht zuletzt weil China in Afrika bereit nicht mehr in USD sondern in Yuan verrechnet, bzw. bezahlt.
Es besteht durchaus die Gefahr dass der USD infolge des wirtschaftlichen Niederganges der USA seine Position als Leitwährung verlieren wird.

Dienstag, 6. Oktober 2009

World Payments Report 2009

Zahl der bargeldlosen Transaktionen steigt auf 250 Milliarden jährlich

Transaction Banking-Dienstleistungen stellen stabile Umsatzquelle für Banken dar

SEPA (Single Euro Payments Area) entwickelt sich entgegen schlechter Marktbedingungen weiter

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Nach einem Anstieg des bargeldlosen Zahlungsverkehrs im Jahr 2007 um 8,6 Prozent auf 250 Milliarden Transaktionen hat sich diese Entwicklung auch 2008 fortgesetzt. Das Zahlen mit Kredit- oder Debit-Karte weist dabei, gemessen an den Transaktionen mit einem Plus von 14,5 Prozent im Jahr 2007 und 11,2 Prozent im Jahr 2008, das höchste Wachstum auf. Das zeigt der aktuelle World Payments Report 2009, der von Capgemini, der Royal Bank of Scotland sowie der European Financial Management & Marketing Association herausgegeben wird. Neben statistischem Material stützen sich die Aussagen auf 36 Tiefeninterviews mit führenden Banken sowie 20 derer Unternehmenskunden.

Der grösste Markt für den bargeldlosen Zahlungsverkehr bleibt mit Abstand die USA (99 Milliarden Transaktionen), gefolgt von der Eurozone (55 Milliarden Transaktionen). Beide stehen zusammen für rund 60 Prozent des weltweiten Volumens, wobei allerdings das höchste jährliche Wachstum in Ländern wie China, Russland, Australien oder Südkorea stattfindet.

Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Herausforderungen für die Banken kann das Global Transaction Banking-Geschäft als stabile und profitable Umsatzquelle für Finanzinstitute bezeichnet werden. Obwohl sich auch hier die Marktkonditionen verschlechterten und die Geschäftsvolumina bei einigen Banken im ersten Quartal 2009 zurückgingen, bleibt dieser Bereich mit einem Umsatzanteil zwischen fünf und 20 Prozent der Bankeneinnahmen ein wichtiger Faktor. Bemerkenswert ist die niedrige Cost/Income Ratio von unter 50 Prozent.

Für Hubertus von Poser, Head of Payments bei Capgemini Consulting in Zentraleuropa bleibt das Transaction Banking deswegen ein attraktives Geschäftsfeld: „Die Kreditkrise hat die Prioritäten der Firmenkunden der Banken verändert. Aufgrund der erschwerten externen Finanzierung sowie verschärften Kreditbedingungen suchen sie nach Wegen wie sie ihr Working Capital optimieren können. Dies fördert die Nachfrage nach Transaction Banking-Dienstleistungen.“

Neben dem positiven Aspekt eines planbaren, wiederkehrenden Geschäfts stellt das Transaction Banking auch eine Quelle für Liquidität dar. „Für erfolgreiches Global Transaction Banking-Dienstleistungsgeschäft braucht man erfahrene Mitarbeiter, eine starke Kundenbeziehung, eine gute Technologie-Plattform, ein funktionierendes globales Netzwerk, starke Service-Fähigkeiten sowie die notwendige Grösse, um Skaleneffekte nutzen zu können“, benennt Brian Stevenson, Chief Executive Global Transaction Services bei der Royal Bank of Scotland, die Erfolgsfaktoren.

SEPA: Standardisierung bleibt auf der Agenda

In Europa existiert weiterhin der politische Wille, ein einheitliches Finanzsystem zu schaffen. Die Implementierung der Single Euro Payment Area bleibt das Ziel. Das Risiko einer Mini-SEPA, bei der die nationalen Verfahren weiter existieren und die SEPA-Instrumente lediglich für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr gelten, besteht allerdings nach wie vor. Dies gilt zumindest so lange, bis die beteiligten Institutionen die folgenden Punkte geklärt haben: Ein Zieldatum für die vollständige Migration auf die SEPA-Anforderungen; den Nachweis, dass die SEPA-Lösungen einen messbaren Mehrwert in der operativen Leistungsfähigkeit bringen; Klarheit über die zu nutzenden Standards für SEPA-Zahlungen, so dass die Teilnehmer ihre IT-Investments sowie ihre SEPA-Implementierungspläne priorisieren können. Um die Implementierung zu beschleunigen, unterstützen die europäischen Regulierungsbehörden inzwischen zunehmend die Festlegung eines gemeinsamen Zieldatums.

„Die SEPA ist eine gute Initiative, die in der Lage ist, Kosten zu senken und Risiken für den Zahlungsprozess zu minimieren. Allerdings müssen Banken, Unternehmen wie auch Behörden eine aktivere Rolle im SEPA-Prozess spielen. Neue geschäftliche Möglichkeiten entstehen mit der Zahlungsverkehrsstandardisierung und sie werden mit dem zunehmenden Wettbewerb sichtbarer“, so von Poser.

Für eine vollständige Realisierung der Ziele des SEPA Cards Framework (SCF) müssen erst eine Reihe von möglichen Hürden aus dem Weg geschafft werden, so beispielsweise das Problem der Scheme-Compliance, die laufenden Standardisierungsaktivitäten sowie die Unsicherheiten rund um die Interchange-Gebühren.

Wachstumschancen und Innovationen: Der Blick auf Asien

In Regionen wie Asien führen Innovationen im Zahlungsverkehr zu Umsatzsteigerungen. Laut World Payment Report zeigen dortige Banken, dass sich die Umsätze gerade im Verhältnis zu Nicht-Banken steigern lassen. Hubertus von Poser von Capgemini Consulting: „Zahlungsmethoden wie Mobile Payment, Kontaktloses Bezahlen, Electronic Payment sowie biometrische Autorisierung von Zahlungen können Banken helfen, neue Kunden zu gewinnen. Die Innovationen reduzieren die Zahlungen mit Bargeld, schaffen neue Angebote, erschliessen bislang Bank-freie Zonen und senken nicht zuletzt die operativen Kosten.“


Quelle: Capgemini - RBS

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