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Samstag, 10. Januar 2009

Rufer nach neuen Regeln..

..haben Hochsaison.
Ein schwere Schiunfall mit einem Todesopfer in Österreich, und schon hat man nichts Besseres zu tun als über eine gesetzliche Helmpflicht in allen Schigebieten österreichweit nachzudenken.
Was soll der Quatsch?
Wenn jemand auf eine Leiter steigt und herunterfällt... ? Was soll dann gesetzlich verpflichtend eingeführt werden?

Es kann nicht angehen , dass mit jedem populärem Schadensereignis der Ruf nach neuen Gesetzen und Vorschriften kommt!
Hat jemand einmal nachgedacht wer die Einhaltung überprüft?

Vorsicht und Risikobewußtsein kann man nicht mit Verordnungen in den Menschen "einpflanzen" im Gegenteil, man erreicht damit, dass die Leute jegliches Gefühl für Gefahr und Sicherheit verlieren, weil Sie glauben rundherum "in Watte eingepackt" geschützt vor allen Gefahren durchs Leben schreiten.

Ein anderes Beispiel ist die weltweite Einführung von Bankregeln:
Basel2 wurde anläßlich der Asien Finanzkrise von der BIZ (Bank für internationale Zahlungsverkehr) in Basel 1998 beschlossen und sollte weltweit eingeführt werden.
Während sich die USA mit weit wichtigeren Dingen, wie der Rache für den 11.9.20001 auseinandersetzen und 2 Kriege begannen (Afganistan und Irak), um den weltweiten Terrorismus zu bekämpfen, haben die Europäer BASEL2 eingeführt.
In den USA wurde Basel2 nur in wenigen international operierenden Banken begonnen einzuführen. Für Inlandsbanken sah man keine Notwendigkeit. Das war sträflicher Leichtsinn, wie sich jetzt herausstellt.
Man kann sagen im Nachhinein ist man immer gscheiter, aber wenn ein Großmacht mit Anspruch auf "Weltpolizist" derartige strategische Fehler im Risikomanagement macht, dann sollte man darüber nachdenklich werden.
Dass die Einführung und Umsetzung von Basel2 in den USA die Subprime-Krise erheblich reduziert hätte, dürft wohl jedem klar sein.

Einführung von Spekulationssteuern, Transaktionssteuern und ...und....
Das soll wirklich die Auswüchse des Turbokapitalismus verhindern?
Die Tobin-Steuer,
wie von Einigen angedacht verhindert keine weltweiten Geldspekulationen, sie ist maximal ein zu berücksichtigender Kostenfaktor der Ertäge schmälert, nicht mehr.

Betrug in Milliarden USD-Höhe mit den Namen wie Madoff(USA), Enron(USA), Saytam (Indien) usw. werden nicht durch noch mehr und noch strengere Gesetze und Regeln bekämpft.
Am Beispiel Madoff stellt sich immer mehr heraus, dass die Unfähigkeit der Kontrollorgane wie z.B. Börsenaufsichtsbehörden SEC, die gute soziale Vernetzungund die gesellschaftliche Position/Rang der eigentliche Schutzmantel für Madoff war. Niemand traute sich ihm auf die Finger zu klopfen.
Da helfen keine strengeren Regeln, sondern nur 2 Dinge:

1. ein Behördenapparat der Verbrechern sowohl zahlenmäßig als auch intelektuell gewachsen ist, um die bestehenden Regeln und Gesetze durchzusetzen.

2. Entflechtung der sozialen Vernetzung (auf österreichisch Verhaberung) in Aufsichts- und Kontrollpositionen - ein Ende der Freunderlwirtschaft
Wenn ein Vorstand der XX-AG in fünf oder mehr anderen Unternehmen auch noch Aufsichtsrat ist und diese Aufsichtsfunktion nicht nur alibimäßig durchführt, dann muss das ein Übermensch sein. Wie geht sich das zeitlich aus? Gar nicht - wie den auch-, aber es ist ja auch nicht notwendig, denn die Aufsichtsratsposten werden in einer sehr kleinen Gruppe eineander gegenseitig "zugeschanzt" sodass es sich hier um ein Netz von gegenseitiger Abhängigkeit handelt.
Wer will schon wirklich jemanden weh tun? Wenn dann vielleicht eine Revangefoul zu erwarten ist!
Die Lösung ist ganz einfach: Ein Mitglied einer Geschäftsführung eines Unternehmens darf keine AR-Funktion in einem anderen Unternehmen wahrnehmen, sondern nur eigens ausgebildete Fachleute wie selbstständige Revisoren die keiner Steuerbartungs- oder Wirtschaftsprüferungsfirma angehören.
z.B. Leute aus der Wirtschaft mit jahrelangen Erfahrung, akademischer Wirtschaftsausbildung
AR Mitglieder sollen nicht nur die Bilanz begutachten und vor dem abschließendem üppigen Buffet im Nobelhotel absegnen, sondern das laufende Geschäft begleiten.
Der AR ist als externer Revisor (Auftraggeber Eigentümer) das Gegenstück zu Internen Revision (Auftraggeber ist Geschäftsführung)

Damit wären die jüngsten anrüchigen Themen in Österreich wie Meinl, Immofinanz usw. nicht - bzw in diesem Maß - passiert.

Solange die Staatsanwaltschaft trotz vorliegenden Gerichtsgutachten beide Augen in Betrugsfällen zudrückt, bzw. die Ermittlungen sehr rasch einstellt, weil strafrechtlich "zuwenig Fleisch am Knochen ist" und damit indirekt unseriösen Unternehmern Schutz gewährt, ja solange fragt sich jeder der sich an Gesetze und Regeln hält ob nicht er der Dumme ist.

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