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Freitag, 17. April 2009

Monsantos Giftküche

Was Banker, die sich für größer als Gott halten, anrichten, kann man bereits sehen.

Was hingegen Genmanipulierer wie Monsanto anrichten, kann man jetzt noch gar nicht fassen.

Aus der FTD vom 16.04.2009 Smarte US-Boys mit besten Kontakten zu den Behörden, die Produkte kreieren, mit denen man Milliarden verdient. Mit denen man bisherige Natur-/Marktgesetze außer Kraft setzen kann. Die in der Fachsprache als “engineered” gelten, also als konstruiert. Von denen alle Seiten profitieren. Und deren Wirkungsradius angeblich beschränkt sei, eine Kontaminierungsgefahr bestünde nicht.

Klingt nach den Wall-Street-Bankern, deren Finanzinnovationen uns die Krise beschert haben. Passt aber genauso gut auf die Macher der sogenannten grünen Gentechnik, deren markantestes Aushängeschild die Firma Monsanto ist. Statt wie die Banker den Gesetzen von Risiko und Ertrag will Monsanto der Natur ein Schnippchen schlagen - also klüger als die Evolution sein. Das kennt man aus den Staaten. So überzeugten in den 1960ern amerikanische Nahrungskonzerne Ärzte und Hebammen, dass Muttermilch des Teufels sei, das Heil in Trockenbabymilch liege. Und wie man jahrelang Konsumenten mit frisierten Gutachten über Gefahren täuscht, demonstrierte die Tabakindustrie, der kürzlich wieder eine ehemalige Werbefigur an Lungenkrebs verstarb.

Am Dienstag erhielt Monsanto eine Abfuhr in Deutschland, das sich wie fünf weitere EU-Staaten dagegen verwehrt, seine Böden mit genmodifizierten Produkten zu verseuchen. Gut so. Allerdings wird dies Monsantos Siegeszug kaum stoppen. Vor sieben Jahren noch gar nicht im S&P 500 vertreten, sind die Genmanipulierer mittlerweile nach Börsenwert die Nummer 35 Amerikas. Anders als Umwelt- und Menschenschützer lieben Analysten die Firma. Unter anderem, wie Morgan Stanley euphorisch verkündet, da sie es sogar 2009 trotz widriger Umstände schafft, Absatz, Preis, Marktanteil, Margen und Eigenkapitalrendite zu steigern. Widrige Umstände wie überschuldete Bauern und unter steigenden Nahrungspreisen leidende Konsumenten in Entwicklungsländern? Wenn trotzdem weiter teure Monsanto-Produkte gekauft werden, muss die Abhängigkeit schon groß sein. Vom Lizenzprodukt Saatgut des Quasimonopolisten. Die Finanzkrise ist ein laues Lüftchen gegen das, was sich im Agrarsektor anbahnt.

Aus der FTD vom 16.04.2009 © 2009 Financial Times Deutschland

Mehr detaillierte Informationen und Videos zu Monsanto --> oder hier in Wikipedia ein Überblick -->

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