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Sonntag, 28. Juni 2009

5 Megatrends

«Wir analysieren einen Blumenstrauss an Entwicklungen: Kräfte, welche die Werte der Menschen und die Ökonomie verändern – und zwar langfristig»,
sagt Horx. Das sind Megatrends, die als Erstes über einen Zeitraum von 50 bis 60 Jahren eine Bedeutung haben müssen. Zweitens ist ein Megatrend kein Branchentrend, sondern er muss in allen menschlichen Lebensbereichen zum Tragen kommen, und das global. Und drittens muss ein Megatrend «rückschlagsicher» sein.
Er verträgt auch temporäre Umkehrungen und Richtungsänderungen.

1. Super-Megatrend Globalisierung
«Der grösste Megatrend ist die Globalisierung», sagt Horx und schaut zurück. «Denn nur wer die Vergangenheit genau analysiert, kann Trends erkennen», meint der Zukunftsforscher. Und der Blick ins vergangene Jahrhundert zeigt eine tiefe Lebenserwartung, hohe Kindersterblichkeit, kleine Einkommen und Armut. Nun zeige sich, dass die Globalisierung erstens ein langer Prozess und zweitens eine Erfolgsgeschichte des Planeten sei.



2. Mehr Menschen im Wohlstand
Horx spricht von China: 1980 lebte dort noch keine Mittelklasse, jetzt entstehe eine gewaltige Mittelschicht mit 500 Millionen Menschen. Dass die Menschen immer ärmer werden, hält Horx deshalb für ein Gerücht. Auf der Erde entstehe eine neue globale Mittelschicht und die Prozentzahl der Armen werde immer kleiner. Die Prognose für 2035 lautet: 100 Millionen Millionäre, 4,4 Milliarden Wohlständige, 2,9 Milliarden Arme. Die einen freuen sich über das Marktpotenzial, die anderen sehen nur das Ressourcenproblem. «Das ist die grosse Herausforderung des 21. Jahrhunderts», sagt Horx.
Der Deutsche strahlt Zuversicht aus. «Die Bevölkerungsexplosion wird gestoppt. Bei neun Milliarden Menschen werden wir den Zenit erreicht haben. So viele Menschen können wir ernähren, so viel Mobilität ertragen wir.»


3. Frauen und Ältere blühen auf
Dass die Erdbevölkerung nicht ins Unendliche wächst, hat nach den Forschungen des Zukunftsinstituts mit einem anderen der fünf Megatrends zu tun, welcher unsere Zukunft massgeblich prägen werde: den Frauen. Ihr Einfluss werde deutlich steigen, weil sie immer besseren Zugang zur Bildung hätten. In der EU sind die jungen Frauen heute bereits besser ausgebildet als die Männer – in der Schweiz noch nicht, aber der Trend gehe auch dorthin.
Weil die Frauen sozial besser gestellt seien, verkleinere sich global die Geburtenrate. Der Megatrend Frauen führe zu steigender Produktivität, höherer Lebenszufriedenheit, schnellerem Strukturwandel. Ob ein stärkerer Einfluss der Frauen in den letzten zehn Jahren die Bankenkrise hätte verhindern können, kann Horx nicht sagen. Indes: «Frauen haben aber ein anderes Verhältnis zu Geld und investieren längerfristig.»
Geprägt wird die Gesellschaft nach Horx zudem durch den Megatrend Down-Aging (etwa: jugendlicheres Altern). Die durchschnittliche Lebenserwartung in Europa lag vor 100 Jahren bei 43 Jahren, sie wird im Laufe dieses Jahrhunderts auf über 90 Jahre steigen. Vor Vergreisung und Überalterung werde fälschlicherweise gewarnt. «Denn die jüngsten Gesellschaften sind nicht die wohlhabendsten und glücklichsten dieser Erde», sagt Horx.



4. Individualität und Wissen
«Die Menschen leben nicht nur länger, sie bleiben auch länger fit.» Die Alterung werde zu einem gestalteten Prozess in einer individualisierten Gesellschaft, dem vierten Megatrend. Dabei verändern sich die Lebensphasen. Die Zeit des Erwachsenwerdens mit einer Experimentierphase werde immer länger. Der Zeitpunkt der Heirat verschiebe sich nach hinten.
Was mit einem weiteren Megatrend zu tun hat, nämlich der Wissensgesellschaft. «Wir werden uns länger bilden müssen. Man wird verschiedene Berufe ausüben, um zu erkennen, was man gerne macht.» Schulen sollten sich deshalb darauf einstellen, die Leidenschaft an den Anfang der Berufskarriere zu stellen. Heute laufe das umgekehrt.
Bedingung für die drei Megatrends Wissensgesellschaft, Individualisierung und Down-Aging sei eine Erhöhung des Bildungsniveaus wie in Finnland. «Wir brauchen Menschentypen mit Selbstkompetenz, emotionaler Intelligenz, Team- und Kritikfähigkeit. Wir müssen eine Könner-Kultur entwickeln. Dazu gehören auch hochgebildete Handwerker.»



5. Latte-Macchiato-Gesellschaft
Diese Megatrends führten zu individualisierten Lebensmustern und zu neuen sozialen Gruppen. Horx zählt auf: die «Communi- Teens» kommunizieren in Netzwerken, die «In-Betweens» leben in einer gewollten flexiblen Unsicherheit, dazu gehören sogenannte Studienverlängerer. Die «Young Globalists» sind die Repräsentanten des Multikulturellen. Ebenfalls im Trend ist die «Latte-Macchiato-Familie», welche die Städte besiedelt: urbane Hedonisten mit Kindern, Beruf und Spass, die trotz dem Nachwuchs nicht in den Grüngürtel ziehen. «Dieser urbane Typ wird dominant werden», sagt Horx.
Dann gibt es die «Super-Daddys», die familienzentrierten Männer, die sofort auf die Forderungen der Frau reagieren, die «Vibs
», Very Important Baby Families, die Spätkinderkrieger, oft mit einem Einzelkind als Ultraprojekt. Noch etwas älter sind die «Tiger-Ladys», die autonomen Powerfrauen, oder die «Silver-Preneure», die glauben, dass jene am frühsten sterben, die zuerst aus dem Berufsleben austreten. Es bleiben noch die «Grey-Hoppers» mit dem Motto «Have fun mit 71» und zum Schluss die «Super-Grannys», welche von den Enkeln jung gehalten werden.

Quelle: Tagesanzeiger

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