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Samstag, 31. Oktober 2009

Gold besitzen - eine Illusion?


Die LBMA ( The London Bullion Market Association -Members) ist ein Zusammenschluss von Banken, die berechtigt sind, im Auftrag von Kunden Gold zu kaufen und zu verkaufen. Der (Groß-)Handel findet direkt zwischen den Banken statt. Haben Kunden einmal Gold gekauft, lassen sie es aus Kostengründen oder weil sie es in absehbarer Zeit wieder verkaufen wollen, meist bei den Banken liegen. Fast all dieses bei den Banken liegende Gold soll so genanntes „nicht zugeteiltes“ Gold sein.

Das heißt, das Gold aller Kunden einer Bank liegt in einem gemeinsamen Safe und man kann nicht sagen, welcher Barren welchem Kunden gehört. Das nicht zugeteilte Gold ist lediglich eine finanzielle Verbindlichkeit für die Bank. Es ist keine Verbindlichkeit, die in Gold ausgezahlt werden muss — es sei denn, und das ist der springende Punkt, der Kunde wünscht ausdrücklich die physische Auslieferung.

Soweit so gut.

Wir alle kennen zumindest sein der letzten Finanzkrise wie Geldschöpfung funktioniert und was extensiver Umgang mit dieser "wundergleichen Vermehrung" anrichtet.

Was jetzt beschrieben wird ist reine Fiktion und nicht passiert - noch nicht.

Was ist wenn das nicht nur bei Geld passiert sondern womöglich auch bei anderen Werten wie Gold und Öl usw.
Was ist wenn Goldkäufer glauben dass bestimmte Zertifikate (ist rechtlich ein Schuldschein und nicht wie die Aktie Sondervermögen - das Hat eine Bedeutung im Insolvenzfall) oder ETF´s 1:1 in Gold hinterlegt sind, bzw . dieses Sicherheit den Käufern in den Verkaufsprospekten angeboten wird.

Seit cirka 2,5 Jahren ist in den breiten Bevölkerungschichten ein Run auf Gold. Münzanstalten kommen gerade mit der Prägung von Goldmünzen nach. Doch noch mehr Gold wird virtuell erworben, also ohne physische Auslieferung.
Was ist wenn die eine oder andere Goldzertifikatverkäufer auf folgende Idee, ähnlich der Geldschöpfung, kommt?
Es werden ja kaum alle Kunden, denen das Gold in unseren Tresoren, dass wir für diese Kunden treuhändisch verwahren (und dafür Lagergebühren verrechnen) gleichzeitig ausgeliefert haben wollen, noch dazu weil das nicht so einfach ist wie Geldabheben und in der Regel mit großen Sicherheitsproblemen verbunden ist. (das war ja auch vor ein paar Hundert Jahren die Idee wie es zur Geldschöpfung kam). Deswegen könnte man ja da Gold auch mittels Zerifikate noch mal an andere verkaufen. Kenner der Rechtsmaterie werden natürlich hiergleich erkennen, dass es sich um Diebstahl einerseits handelt und grob fahrlässigen Betrug andererseits, weil man ja weiß das das Gold das man verkauft gar nicht da ist.

Trotz dieses Runs auf Gold der letzten Jahre ist es nicht sehr stark gestiegen.
Na ja für Leute die heute eine Unze Gold handeln und um USD 1035 verkaufen und dafür keines einzigen USD für der Ankauf ausgeben müssen ist das sicher kein schlechtes Geschäft.
Steigt das Gold nicht, weil ja gar keine physische Nachfrage nach Gold besteht, außer dem Gold das aus Goldminen kommt?
Was passiert, wenn aber verstärkt Goldeigentümer auf eine physische Auslieferung bestehen?
Die ersten werden sicher noch Gold ausgehändigt bekommen, bloß es wir vermutlich nicht für alle reichen....
Was dann kommt ist unschwer abzuschätzen?
Um Zeit zu gewinnen wird vermutlich versucht physisches Gold am Markt für die Auslieferung zu besorgen, das treibt die Goldpreise. Der Goldpreis wird dann vermutlich stärker steigen.
Einige Hundert Tonnen wird man so sicher auftreiben, Geld ist ja genug da, aber es wird nicht lange genug reichen.

Und dann werden viele Leute ihr Gold und ihr Vertrauen an die Spezialbanken verloren haben, obwohl diese Leute dachten Gold kann nie nichts wert sein, weil es ja physisch da - sein sollte.

..oder doch?

Kommentare:

  1. Netter Artikel - wenn man dem Glauben darf muss man sein Geld oder auch Gold unter sein eigenes Kopfkissen legen ...
    alles andere könnte ja manipuliert sein... ;)

    weitere tagesaktuelle News um Gold und Gold ETF - findet Ihr unter

    http://www.etf-indexfonds.de

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  2. Da gibt es eine große amerikanische Bank, wo einige Manager über einen solchen Artikel vermutlich nicht Lachen können: JP Morgan. Nachdem letztes Monat ein paar große COMEX Long Investoren überraschender Weise physisches Gold sehen wollten, sind nach Gerüchten aus mehreren Quellen 2 Dinge passiert: Man bot 25% Prämie auf Spotpreis für Verzicht an. Und seltsamerweise war die veröffentlichte Barrenliste des GLD ETF zu diesem Zeitpunkt auf einmal deutlich kürzer als sonst.

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  3. Der Markt hat dieses Insidern bekannte Vorgehen bereits antizipiert durch unterschiedliche Goldpreise und spricht von "Papiergold": täglich veröffentlichter und vom PP-Team gedrückter Unzenpreis, und dem real - selbst bei ebay - erzielbaren, wesentlich höheren Kaufpreis als nur der offiziellen Aufschläge für Prägekosten z.B. beim Krügerrand und American Eagle.
    Zudem ist bekannt, daß in Papier ein wesentlich höherer Gold-Umsatz weltweit erfolgt, als überhaupt Gold physisch existiert. Solange die Wirtschaft unter einem funktionierenden Finanzsystem lief, interessierte das nicht weiter.
    Aber jetzt? Nur realer Goldbesitz (ohne counterpart) kann und wird (Geld-) Vermögen sichern bzw. retten!

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  4. Hinz und Kunz - also wir "Kleinen" Leutchen" brauchen nicht um unser Gold zittern, weil nur Großhändler bei LBMA Banken physisches Gold verwahren (können).
    Leute mit Zerifikaten in Händen könnten in weiterer Folge Probleme bekommen.
    Mal sehen

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  5. Hallo
     
    Danke für diesen interessanten Beitrag!
    Generell würde ich es so sehen, dass man mit physischen Edelmetallanlagen nicht
    so viel verkehrt machen kann wie etwa mit Aktien, wo es oftmals ein Glücksspiel ist, was man am Ende dabei
    rausbekommt. Auch wenn die Rendite bei Edelmetallen wie Gold oder Platin klein(er) ist – gegeben ist sie auf jeden Fall.
    Aber das ist denke ich auch ein Stückweit Geschmacks- und Persönlichkeitssache

    Grüße
    Konstantin

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