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Sonntag, 29. November 2009

Das chinesische Modell

Das «chinesische Modell» hat dem Reich der Mitte während dreier Jahrzehnte ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum beschert.
Sein Geheimnis liegt im Kern darin, dass in einer noch stark staatsinterventionistisch geprägten Wirtschaft Kapital und Arbeit ungewöhnlich billig verfügbar geblieben sind.
Das System, das grössere Unternehmen vielfältig bevorteilt, Kapital daran hindert, alternative Anlagemöglichkeiten im Ausland zu suchen, halbstaatliche Konzerne ermuntert, kaum Gewinne abzuführen und es Arbeitern verbietet, sich in unabhängigen Gewerkschaften zu organisieren, hat die Chinesen jahrelang dazu gezwungen, zugunsten von Investitionen und damit verbundenem Wirtschaftswachstum auf gegenwärtigen Konsum zu verzichten. Es hat einen exportorientierten Aufschwung ermöglicht, bei dem eines der ärmeren Länder zu einem grossen Kreditor der reicheren Welt geworden ist. Und es führte dazu, dass in dem Billiglohnland grosse Teile der Industrie nicht arbeits-, sondern kapitalintensiv produzieren.

Nun allerdings hat die weltweite Wirtschaftskrise plötzlich auch vielen chinesischen Fachleuten und Politikern vor Augen geführt, dass es so nicht ewig weitergehen kann. Wenn in China nicht nur Private, sondern primär auch Konzerne zu viel sparen und investieren, dann bedeutet das

Erstens, dass den Chinesen das Geld fehlt, um selber verstärkt das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Zweitens hat dies immer grössere Überkapazitäten geschaffen, die nicht nur Kapital, sondern auch Ressourcen verschwenden.

Drittens drohen Preiskriege, die leicht die Globalisierung gefährdenden Protektionismus auslösen können, wenn chinesische Firmen sich vermehrt gezwungen sehen, überzählige Ware zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt zu werfen.

Die chinesische Regierung könnte das wahrscheinlich verhindern, indem sie einen klaren Reformfahrplan aufzeigt, der für Modernisierung und Wandel durch mehr unverzerrten Wettbewerb und Offenheit sorgt. Sonst aber droht das «chinesische Modell», in einen unschönen Stress zu geraten. Auszug aus NZZ

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