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Dienstag, 28. Juli 2009

Paul Krugman - Krisenchronist

Vor zehn Jahren warnte Paul Krugman in seinem Buch "The Return of Depression Economics" vor den Problemen, die zur heutigen Krise führten.

Interview mit Paul Krugman am Credit Suisse Salon in London vom 5. Juni 2009

Daniel Huber: Es gibt in dieser Krise nur wenige Gewinner. Sie scheinen aber einer davon zu sein. Denn die Tatsache, dass Sie bereits vor zehn Jahren die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen vorhergesehen haben, dürfte Ihnen den Wirtschaftsnobelpreis eingebracht haben.
Paul Krugman: Nun gut, ich denke, ich bin philanthropisch genug veranlagt, um mir zu wünschen, die Dinge hätten einen anderen Lauf genommen.

Würden Sie sich eher als Pessimist oder Realist bezeichnen?
Meiner Meinung nach läuft zurzeit beides auf das Gleiche hinaus. Aber im Laufe meiner Karriere bin ich wohl allmählich eine Art Krisenchronist geworden, da mich Krisen schon immer interessiert haben. Auch die aktuelle Situation betrachte ich unter diesem Gesichtspunkt, das heisst, ein potenzielles Problem ist für mich interessanter als eine Wendung zum Positiven. Ich halte mich für einen Realisten, der in seinen Analysen zu einem gewissen Pessimismus neigt.

Warum hat niemand auf Sie gehört, als Sie vor zehn Jahren in Ihrem Buch vor einer sich abzeichnenden Weltwirtschaftskrise warnten?
Zunächst einmal hat die Immobilienblase dazu beigetragen, dass die Dinge eine Zeit lang gut aussahen. Aus den verschiedensten Gründen ist diese Blase kaum hinterfragt worden. Dies lag zum einen an der verbreiteten Ansicht, dass der Markt immer Recht hat, und zum anderen an der fehlenden Bereitschaft, das vermeintliche Erfolgsmodell in Frage zu stellen. Wenn Menschen viel Geld verdienen, ist es nicht gerade populär, ihnen zu sagen, dass sie sich auf gefährlichem Terrain bewegen. Kommt dazu, dass, wenn wir wie Ende der 1990er-Jahre eine Krise ausgestanden haben, wir uns lieber selbst auf die Schulter klopfen und uns einreden, dass wir dies unserer eigenen Weisheit und Voraussicht zu verdanken haben. Im Stillen sagen wir uns aber: Mein Gott, das war ganz schön knapp.

Wo orten Sie rückblickend das Hauptproblem für die aktuelle Wirtschaftskrise?
Für mich ist das ganz klar die kontinuierlich wachsende Verschuldung, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Diese Tendenz hat aber schon vor ungefähr 25 Jahren begonnen. Den Indikator, den ich am häufigsten verwende, ist die Verschuldungsquote der privaten Haushalte. Diese Verschuldung war eine Generation lang bis Anfang der 1980er-Jahre stabil und stieg danach unaufhörlich an, bis sie unmittelbar vor Ausbruch der Krise 100 Prozent des BIP erreicht hatte. Diese bedenkliche Entwicklung wurde aber von vielen sogar noch begrüsst, da man darin eine Bestätigung für das Funktionieren der Märkte sah. Rückblickend muss man jedoch sagen, dass sich viele schlichtweg übernommen haben. Es lohnt sich jedenfalls, gewisse Auswüchse der letzten Jahre nochmals ins Gedächtnis zu rufen: die hemmungslose Kreditvergabe, die Exzesse in Osteuropa und ähnliche Entwicklungen, die jetzt so gnadenlos auf uns zurückfallen.


Haben wir den Tiefpunkt der Krise überstanden?

Kurzfristige wirtschaftliche Prognosen sind wie ein Blick in die Kristallkugel. Aber immerhin hat sich inzwischen das Tempo des Abschwungs verlangsamt, und das Schlimmste der Krise ist überstanden. Wenn Sie morgens Ihren Computer einschalten, müssen Sie sich nicht mehr jeden Tag auf neue Horrormeldungen gefasst machen. Es gibt zwar immer noch negative Überraschungen, aber auch immer mal wieder positive. Insgesamt scheint sich die Lage zwar zu verschlechtern, aber nicht mehr im gleichen Tempo wie zuvor. Das ist ein wichtiger Fortschritt. Von einer Erholung kann allerdings noch nicht die Rede sein. Bis es so weit ist, liegt noch ein weiter Weg vor uns. Der Sturz in den Abgrund mag fürs Erste gestoppt sein. Das heisst aber nicht, dass die Rückkehr zur Normalität unmittelbar bevorsteht. Man kann die aktuelle wirtschaftliche Situation mit der eines Patienten vergleichen, der sich in kritischem Zustand befand, auf die Intensivstation gebracht und gerade noch gerettet wurde. Zwar ist es gelungen, eine zweite Grosse Depression abzuwenden, aber der Patient kann noch nicht entlassen werden. Im Gegenteil: Er ist noch immer schwer krank, und es ist überhaupt nicht abzusehen, wann er genesen wird.

Gibt es Beispiele aus der Vergangenheit, die uns den Weg aus der aktuellen Krise vorzeichnen könnten?

Die Antwort ist ziemlich deprimierend. Es gibt keine historischen Vorbilder für eine Erholung nach einem derartigen Abschwung. Das einzig brauchbare Beispiel ist Japan: Das Land erlebte zuerst ein verlorenes Jahrzehnt wirtschaftlicher Stagnation und im Anschluss daran ab 2003 eine ziemlich eindrucksvolle, von einem gewaltigen Exportboom getragene Erholung. Diese Erholung wurde allerdings fast ausschliesslich vom wachsenden Handelsüberschuss getragen, dank der Exporte nach China und in die USA. Die aktuelle Krise hat jedoch die ganze Welt erfasst. Wenn wir also keinen anderen Planeten finden, der unseren globalen Handelsüberschuss auffängt, bleibt uns dieser Ausweg verschlossen. Ein noch weiter zurückliegendes historisches Vorbild war die Grosse Depression, die durch ein massives öffentliches Arbeitsbeschaffungsprogramm beendet wurde: den Zweiten Weltkrieg. Hierzu sind zwei Anmerkungen angebracht: Erstens lässt sich ein vergleichbar grosses Programm derzeit nicht durchführen, es sei denn im Rahmen eines weiteren militärischen Grosskonflikts. Zweitens befanden sich die Staaten bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in relativ guter wirtschaftlicher Verfassung, was ihr Schuldenniveau betraf. Daher hatten sie mehr Spielraum für eine expansive Wirtschaftspolitik.

Und warum fiel die Welt nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder zurück in die Depression?

Meine Theorie ist, dass sich die Bilanzen massiv erholt haben, weil während des Krieges keine neuen Kredite aufgenommen werden konnten und weil die Verschuldung aufgrund von Wachstums- und Inflationseffekten im Vergleich zum Einkommen deutlich zurückging. Die Folge davon war, dass Privatpersonen und Unternehmen kaum verschuldet waren. Dies wiederum führte zu einer sehr starken Wirtschaft, nachdem die Kriegsausgaben weggefallen waren. Aber wenn das die Moral der Geschichte ist, müssen wir uns fragen: Können wir uns derzeit eine Fiskalpolitik vorstellen, die nachhaltig genug ist, um eine derartige Erholung der Privatwirtschaft zu ermöglichen? Denn wir müssen uns vor Augen halten, dass die Staaten bei Ausbruch der Krise gemessen an ihrem BIP relativ stark verschuldet waren.

Wie gut steht eigentlich Europa im Vergleich zu den USA da?

Obwohl der Schwerpunkt der Krise zunächst in Amerika lag, ist die europäische Rezession nicht weniger heftig. Daher ist es schwierig vorherzusehen, wo die Erholung zuerst eintreten wird. Trotzdem müssen wir Folgendes beachten: Obwohl der Rückgang des BIP auf beiden Seiten des Atlantiks ähnlich stark ausgefallen ist, sind die Menschen in den USA ungleich schwerer betroffen. Das liegt vor allem an dem schwächeren sozialen Netz und dem fehlenden Arbeitnehmerschutz. Zwar wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig ein flexibler Arbeitsmarkt ist, aber wenn eine Krise dieser Dimension eintritt, ist eine gewisse Rigidität des Arbeitsmarkts eher von Vorteil. Aus all diesen Gründen leiden die Amerikaner noch stärker unter dieser Krise als die Europäer. Anderseits bin ich überzeugt, dass unter den grossen europäischen Volkswirtschaften Grossbritannien zuerst die Rezession überwinden wird. Da das Land nicht der Eurozone angehört, konnte es seine Währung sehr viel stärker abwerten, was im kommenden Jahr seine Wirtschaft beflügeln wird.

Welche Rolle nimmt China in dieser Krise ein? Könnte es mit seinem gigantischen Potenzial nicht als eine Art Zugpferd dazu beitragen, das Ausmass der Krise einzudämmen?

China ist die Volkswirtschaft der Zukunft. Doch hat man das nicht auch schon von Brasilien gesagt? Mittlerweile sagt man: Brasilien ist das Land der Zukunft und wird das auch immer bleiben. Aber bei China ist das anders: Dieses Land ist kein ewiges Land der Zukunft, sondern wird irgendwann tatsächlich die grösste Volkswirtschaft der Welt sein. Wenn wir die Schätzungen der Kaufkraftparitäten zugrunde legen, ist sie bereits halb so gross wie die Volkswirtschaft der USA oder vielleicht sogar noch grösser. Der Marktwert des chinesischen Bruttoinlandsproduktes ist jedoch deutlich geringer. Selbst bei einem starken Anstieg des chinesischen Wirtschaftswachstums, der sicherlich positive Folgen hätte, wäre China bei Weitem nicht in der Lage, zum Zugpferd der Weltwirtschaft aufzusteigen. In 20 Jahren mag dies der Fall sein, aber im Moment noch nicht.

Der Stadtrat meines Wohnortes wird zur Förderung des Konsums nächstens Kaufgutscheine im Wert von 50 Franken pro Bewohner abgeben. Halten Sie dies für eine sinnvolle Massnahme zur Bekämpfung der Krise?

Dieses Rezept haben auch die Japaner versucht. Das Problem ist zunächst einmal, dass solche Mittel – zumindest in der Praxis – nicht zweckgebunden sind. Wenn Sie jemandem einen Konsumgutschein über 500 Dollar geben, egal für welche Produkte, kann er seine Ausgaben so umverteilen, dass er über ein zusätzliches Einkommen von 500 Dollar verfügt, mit dem er machen kann, was er will. Sofern es sich dabei nicht um ein permanentes Programm handelt, würden die Begünstigten wahrscheinlich den grössten Teil dieser Zusatzeinkünfte zurücklegen. Obwohl sie den Gutschein einlösen müssten, würden sie dafür an anderer Stelle sparen. Auf diese Weise erhöht sich die Staatsverschuldung, es sei denn, man wirft wirklich Bargeld unter das Volk, aber das Problem wird dadurch auch nicht gelöst. Viel besser wäre aus meiner Sicht, das Geld einfach auszugeben, zum Beispiel für den Bau von Brücken oder für sonstige Infrastrukturprojekte. Dies ist jedoch ein langer Prozess, der ebenfalls zu einem Anstieg der Verschuldung führt.

Viele Menschen haben Angst, dass die US-Notenbank Fed Unmengen an Geld gedruckt hat und wir dadurch früher oder später in eine massive Hyperinflation schlittern werden.

Die Geldmenge in den USA hat leicht zugenommen, wobei wir ihre Verteilung nicht genau bestimmen können. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass das Halten von Geld bei einem Zinssatz von null Prozent nichts kostet und dass nach wie vor die Angst besteht, dass die Banken trotz aller Beteuerungen nicht hundertprozentig sicher sind. In den 1990er-Jahren waren in Japan Tresore die einzigen Verkaufsschlager unter den Gebrauchsgütern. Es ist jedoch meistens so, dass Banken riesige Reserven bei der Fed anhäufen, für die sie Zinsen erhalten. Das ist etwas anderes, als Geld zu drucken. Es ist vielmehr so, dass die Fed zur Staatsbank der USA avanciert. Die Banken sind zurückhaltend bei der Vergabe von Krediten. Stattdessen legen sie ihr Geld lieber in staatlichen Schuldverschreibungen oder bei der Fed an. Danach tritt die Fed in Erscheinung und kauft besicherte Wertpapiere. Auf diese Weise übernimmt die Fed einen Grossteil der Aufgaben der Finanzvermittler. Fakt ist: Zurzeit haben wir sicher keine echte Inflation und meiner Meinung nach wird es auch in nächster Zukunft keine geben.

Doch wann und vor allem wie können wir den Aufschwung herbeiführen?

Schlimmstenfalls steht uns ein Jahrzehnt wirtschaftlicher Stagnation bevor. Deutlich besser wäre es, wenn jemand eine bahnbrechende neue Technologie erfinden würde, die eine Menge an Investitionen erfordert und so für eine globale Erholung sorgt. Wenn Ihnen diesbezüglich etwas bekannt wird, lassen Sie es mich bitte wissen. Ich möchte an dieser Stelle die optimistische und vielleicht etwas verrückte Hypothese aufstellen, dass die Umweltpolitik für eine Erholung sorgen wird. Wenn wir wirklich etwas gegen den Klimawandel unternehmen – und die USA scheinen inzwischen tatsächlich dazu bereit zu sein –, ist dies ein Signal für Unternehmen, in die Reduzierung ihrer CO2-Emissionen zu investieren, wovon wiederum die Gesamtwirtschaft profitieren könnte. Jedoch kann ich dies nicht mit Zahlen untermauern, weshalb ich mich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte.

Lassen Sie uns noch etwas von Leadership sprechen. Welche Eigenschaften sollte eine Führungspersönlichkeit mitbringen?

Eine Führungspersönlichkeit muss ein bestimmtes Ziel verfolgen. Dann braucht sie auch eine grosse Portion Flexibilität. Meines Erachtens ist es wichtig, dass Führungspersönlichkeiten fähig und willens sind, erfolgreich mit starken Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten, anderen zuzuhören und sich nicht einschüchtern zu lassen. In politischer Hinsicht bin ich der Auffassung, dass die USA in den letzten acht Jahren schlecht geführt wurden, da Entscheidungsträger an der Macht waren, die keine gegensätzlichen Meinungen zu ihren vorgefertigten Standpunkten zuliessen. Dagegen halte ich die jetzige Führung für kompetenter, auch wenn sie zugegebenermassen noch nicht lange im Amt ist. Was man auch sonst von der Obama-Regierung halten mag: Trotz ihrer politischen Überzeugungen ist sie gegenüber Neuem aufgeschlossen und bereit, Alternativen zu prüfen. Der bedeutendste US-Präsident des 20. Jahrhunderts war für mich aber ganz klar Franklin D. Roosevelt. Er war sicher kein Intellektueller oder brillanter Kopf und hat sich auch nie als solcher verkauft. Seine Stärke lag vielmehr darin, dass er sich mit kompetenten Beratern umgab. Er blieb sich selbst und der Vision treu, die er für sein Land vorgesehen hatte – und genau darauf kommt es an.

Vermissen Sie nicht etwas die Bush-Administration? Schliesslich gab sie Ihnen regelmässig Anregungen für Ihre Kolumnen in der "New York Times".

Heute geht es in den meisten meiner Kolumnen um wirklich seriöse Themen. Manchmal kritisiere ich, manchmal lobe ich, und manchmal schlage ich Verbesserungen vor. Aber im Gegensatz zu den letzten Jahren, die durch Irrsinn geprägt waren, haben die Diskussionen wieder einen konstruktiven Charakter angenommen.

Montag, 27. Juli 2009

Biosprit aus Sonnenlicht

Mikroorganismen produzieren Biosprit durch Sonnenlicht
Neuartiges Verfahren aus den USA könnte fossile Brennstoffe ersetzen

Cambridge, Massachusetts (pte/27.07.2009/16:50) - Ein Start-up-Unternehmen aus den USA hat ein vielversprechendes Verfahren zur Herstellung von Biosprit vorgestellt. Das in Cambridge, Massachusetts, ansässige Unternehmen Joule Biotechnologies http://www.joulebio.com behauptet, dass mit diesem Verfahren pro Acre (entspricht etwa 4.046 Quadratmetern) ein jährlicher Ertrag von 20.000 Gallonen (ca. 75.700 Liter) an Biotreibstoff erzeugt werden kann. Sollte sich diese Menge als realistisch erweisen - bislang wurden nur Versuche im Labor durchgeführt - könnte dies weitreichende Folgen für die Treibstoffindustrie haben. Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl könnten von Biokraftstoffen abgelöst werden und zum neuen Standard im Transportwesen werden.

Im Detail funktioniert das Verfahren von Joule Biotechnologies so, dass zunächst genetisch veränderte Mikroorganismen in speziell dafür angefertigten Photobioreaktoren angepflanzt werden und danach mit Kohlenstoffdioxid und Wasser "gefüttert" werden. Die Organismen wandeln diese Stoffe, unter ausschließlicher Verwendung von Sonnenenergie, mittels Photosynthese daraufhin direkt und fortlaufend in Treibstoff um. Der fertige Biosprit wird von den Organismen ausgeschieden und kann mithilfe herkömmlicher chemischer Separationsverfahren abgeschöpft werden - anders als etwa bei Algen, bei denen das gewonnene Öl noch zusätzlich raffiniert werden muss, um zu Biotreibstoff zu werden. Joule erwartet sich durch diese Innovation bahnbrechende Konsequenzen. "Wir sind das erste Unternehmen, das eine wirkliche Lösung zur Frage der Energieunabhängigkeit anbieten kann - und das relativ bald", sagt Bill Sims, CEO und Präsident von Joule Biotechnologies.

Das Unternehmen plant für nächstes Jahr den Bau einer Pilotanlage im Südwesten der USA und erhofft sich, bis Ende 2010 mit der kommerziellen Produktion von Bioethanol beginnen zu können. Die Produktion von Kohlenwasserstoff-basierten Treibstoffen soll schließlich 2011 in großem Umfang über die Bühne gehen. Bislang habe man weniger als 50 Mio. Dollar in die neue Technologie investiert, so Sims. Die Suche nach weiteren Investoren sei aber bereits angelaufen, hört man aus dem Unternehmensumfeld

Bislang wurden Biokraftstoffe vorwiegend aus Getreide hergestellt. Für die Erzeugung sind jedoch erhebliche Mengen an Ackerland, Wasser und Energie nötig, was als Hauptgrund angeführt wird, warum sich die alternativen Kraftstoffe bislang nicht durchsetzen konnten. Hält das neue Verfahren von Joule jedoch was es verspricht, könnte die gesamte Kraftstoffnachfrage der USA - täglich werden laut American Institute of Petroleum (API) http://www.api.org/statistics etwa 19 Mio. Barrel allein an Erdölerzeugnissen ausgeliefert - mit einer Produktionsfläche, die lediglich in etwa die Größe von Bayern hat, abgedeckt werden.

Ob Joule tatsächlich den Durchbruch schafft und irgendwann wirtschaftlich produzieren kann, beäugen viele Experten mit Skepsis. Mittlerweile gibt es einige Biotechnologie-Firmen, die treibstoffproduzierende Organismen züchten, so etwa Synthetic Genomics http://www.syntheticgenomics.com oder Algenol http://www.algenolbiofuels.com. Anderen Unternehmen, die ähnliche Verfahren initiiert hatten, wie etwa Green Fuel http://www.greenfuelonline.com, wurden wiederum die hohen Kosten der Bioreaktoren zum Verhängnis. Eine weitere Herausforderung ist zudem, die fortlaufende Treibstoffproduktion der Mikroorganismen auf einem stabilen Niveau zu halten. David Berry, einer der Gründer und Vorstandsmitglied von Joule, sagt, dass man die Reaktion der Mikroorganismen auf Hitze sorgfältig überwachen werde und dafür die Bioreaktoren mit hitzeregelnden Sensoren ausgestattet hätte. (Ende) Quelle: Pressetext austria

Freitag, 24. Juli 2009

Aufgabenliste der FED

Und die US-Zentralbank (FED) ist nur eine der zahlreichen regulierenden Behörden (hinzu kommen die Börsenaufsicht, das Bankenaufsichtsamt, die Sparkassenaufsichtsbehörde, der EinlagensicherungsfondsFDIC und außerdem gibt es zahlreiche Regulierer der Bundesstaaten).

In einer Veröffentlichung der Zentralbank mit dem Titel:

„Das Bundeszentralbanksystem: Aufgaben und Funktionen" wird erklärt, dass „Die Bundeszentralbank aufsichtsführende und regulierende Autorität über ein breites Spektrum von Finanzinstitutionen und -aktivitäten hat. Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts.

Zu den Aufgaben der Zentralbank zählt unter anderem die Regulierung

der Bankholdinggesellschaften

der vom Staat privilegierte Banken

der ausländischen Zweigstellen von Mitgliedsbanken

der Edge-and-agreement Corporations

der Zweigstellen, Behörden und Vertretungen ausländischer Banken mit amerikanischer Lizenz

der bankfremden Aktivitäten ausländischer Banken

der Nationalbanken (mit dem Bankenaufsichtsamt)

der Sparkassen (mit der Sparkassenaufsichtsbehörde)

der bankenfremden Filialen von Bankholdinggesellschaften

der Finanzberichterstattungen

der Buchführungsmaßnahmen der Banken

des Weiterbestehens der Geschäfte im Falle eines wirtschaftlichen Notfalls

der Verbaucherschutzgesetze

der Sicherheitsmaßnahmen der Banken

der Informationstechnologie, die von den Banken verwendet wird.

der ausländischen Investmentbanken

der ausländischen Kreditbanken

des Filialbanksystems

der Bankenfusionen und -aufkäufe

der Frage, wer eine Bank besitzen darf

der „Angemessenheitsstandards" von Kapital

der Kreditextensionen zum Kauf von Wertpapieren

der Kreditvergabe mit gleichen Möglichkeiten

der Informationen zu Hypothekenauskünften

der Anforderungen an die Rücklagenbildung

der Elektronische Finanzüberweisungen

der Interbank Verpflichtungen

der Kreditbedingungen des Community Reinvestment Act für subprime Kredite

aller internationalen Bankengeschäfte

des Verbraucher-Leasings

der Privatheit der Finanzinformationen der Verbraucher

der Zahlungen für Sichteinlagen

der „Fair credit" Auskünfte

der Transaktionen zwischen den Mitgliedsbanken und weiteren angeschlossenen Banken.

Tausende Personen in den verschiedensten Bundesstaaten der USA wirken an der Erfüllung dieser umfassenden Kontrolle mit.

Das ist eine ziemlich umfassende Liste und das Ergebnis von 96 Jahren Aufbau eines bürokratischen Imperiums durch die Bürokraten der Zentralbank.
Es straft die Feststellung Lügen, dass es „zu wenig Regulierung" an den Finanzmärkten gegeben habe. Jeder, der das behauptet, kennt entweder die Wahrheit nicht oder lügt.

Natürlich kann man auch sagen: ...Soviel Kontrolle, da sieht man "vor lauter Wald die Bäume" nicht... ;-)
Beweis: 11.9.2001 FBI, CIA, NSA usw. konnten trotz (oder wegen?) Tausender in- und ausländischer Mitarbeiter, bestem technischem Equipment (Datenbanken, Satellitenüberwachung usw.) den Anschlag auf das World Trade Center nicht verhindern.

Quelle: Bericht von Thomas DiLorenzo

China boomt - wieder

im 1. Hj 2009 sind:

- die Einzelhandelsumsätze um 15% gestiegen

- die Autoverkäufe legten sogar 17% zu

- die Immobilienpreise legten gegenüber dem Vorjahreswert um und 10% zu

- die Zahl der Häuserverkäufe stieg um 53%, dieser Markt boomt

und das in ein weltweiten Wirtschaftskrise....

Was stimmt da nicht?

Die Zahlen oder vielleicht wird in China auf Lager (mit Krediten ) produziert, um der Bevölkerung ein Einkommen zu verschaffen.

Freitag, 17. Juli 2009

US-Großbanken scheffeln wieder Milliarden

Na und - keine Kunst in Zeiten wie diesen

17. Juli 2009, 15:52 Uhr

Die zu den großen Verlierern der Finanzkrise zählende Citigroup ist nach sechs Verlustquartalen überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt. Und auch die Bank of America verbuchte einen Gewinn in Milliardenhöhe. Doch steigende Arbeitslosenzahlen und hohes Kreditausfall-Risiko machen den Geldhäusern übel zu schaffen..... Das steht in der Welt.

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Nach dem in den USA heuer die Bilanzierungsregeln gelockert wurden und damit die Bewertung von "faulen Krediten " bzw. ebensolchen Wertpapieren kaum mehr nachvollziehbaren Regeln unterliegt freue ich mich auf eine solche "schöne Gewinnankündigung" so gut wie gar nicht.

Man kann nun nicht mehr sagen, welche Bank streng - weniger streng oder gar vorteilhaft bewertet hat und damit die Gewinne nach "Wunsch" ausweisen kann.

Einzig "Goldmine" Goldman Sachs könnte tatsächlich Gewinne erwirtschaftet haben, aber die haben wir Kleingeister die Lebensmittel und Erdölprodukte kaufen GS zukommen lassen.

GS betreibt massiv Eigenhandel und das vermutlich ziemlich erfolgreich. GS ist die "Spekulationsmaschine - der Mastermind der Spekulation"

Freitag, 10. Juli 2009

Unterstützung für Google OS

Grosse PC-Hersteller unterstützen Google-Betriebssystem -

Erste Geräte für 2010 erwartet

10.7.2009 Vier der fünf grössten PC-Hersteller wollen Geräte mit dem neuen Google-Betriebssystem Chrome OS auf den Markt bringen. Hewlett-Packard, Acer, Lenovo und Toshiba zählten zu den Partnern, gab der Internetkonzern in Mountain View bekannt.

Der zweitgrösste PC-Hersteller Dell wurde dabei von Google nicht genannt. Auch die Chiphersteller Freescale und Qualcomm sind an der Entwicklung beteiligt. Google betonte, dass die Software kostenlos sei.

Dies kommt natürlich einer Verbilligung der Geräte für die Kunden gleich, weil dies dann mit einem neuen Computer nicht mehr wie bisher ein Betriebssystem im Package mit dazu kaufen müssen.

Daran wird Mircosoft noch ordentlich kauen und sich etwas überlegen müssen, um diesen Einnahmenausfall zu vermindern, der insbesonders auch von Firmenkunden zu erwarten ist.

GM beendet Insolvenz

Rettungsplan aufgegangen? Der US-Autobauer General Motors wird voraussichtlich am heutigen Freitag seine Insolvenz beenden.
10.7.2009 Am 1. Mai war GM mit Verbindlichkeiten von insgesamt 176,4 Milliarden Dollar in die Insolvenz gegangen. Die „alte“ GM wird den überwiegenden Teil der Schulden übernehmen und dann abgewickelt. Neustart mit 48,4 Milliarden Dollar Schulden.
Dank umfangreicher Staatshilfen ist der Konzern wieder liquide – und plant den Neuanfang in einer neuen Rechtsform. Heftig gestritten wird unterdessen um den Verkauf der deutschen Tochter Opel.
Auszüge aus Welt und Focus


Donnerstag, 9. Juli 2009

Öl: US-Behörde will Spekulationen verringern

Banken und Hedgefonds sollen künftig nur noch eingeschränkt Öl-Futures kaufen dürfen.
Laut Internationaler Energieagentur haben sich die Investitionen der Finanzinvestoren am Ölmarkt seit 2006 vervierfacht.

08.07.2009 | 18:20 | ....Daher überlegt die US-Aufsichtsbehörde CFTC nun eine strengere Regulierung des Marktes. Demnach soll die Menge der gehandelten Futures für jene Käufer limitiert werden, die als reine Finanzinvestoren am Markt teilnehmen – also beispielsweise keine Fluglinien sind, die sich gegen steigende Kerosinpreise absichern wollen. Rund ein Fünftel des aktuellen Handelsvolumens geht laut der Behörde auf diese Finanzinvestoren zurück....Laut Goldman Sachs verringert ein Ölpreisanstieg um zehn Prozent das globale Wirtschaftswachstum um 0,4 Prozent..... Auszug aus Presse
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Na hoffentlich werden da Goldman Sachs und JP Morgan nicht deswegen am Hungertuch nagen! ;-)
mehr Artikel zum Erdöl -->

Mittwoch, 8. Juli 2009

Warum Baltic dry steigt

Port Queues Comprise 18% Of World’s Capesize Fleet

There is currently a total of 154 Capesize vessels waiting to berth at load and discharge ports in Australia, Brazil and China, according to the latest data from local sources. This equates to around 18% of the world’s Capesize fleet.

The chart below demonstrates the swings in the number of Capes waiting to berth at terminals in these three countries, which have corresponded to gains and losses in the freight market.

At the freight market peak in early June 2008, a total of 115 Capes were waiting to berth. By the time of the market collapse at the end of November, unwinding in congestion had effectively “released” 75 Capes on to the market. Since then rises and falls in congestion have led to large fluctuations in Cape fleet supply.

The current total of 154 represents a rise of 75 on the late March total and helps account for the subsequent gains in Capesize freight rates over this period.

Chronic congestion at China accounts for a record total queue of 87 Capesizes with waiting times at some ports rising to three weeks. This has led to substantial increases to round voyage times, which, coupled with the ballasting required, has further slashed available fleet supply.
Quelle: Simpson Spence & Young

Öl: schwimmende Lager Höchststand


Jetzt haben wir den Höchsstand wie im Jahre 2001 erreicht.
Beachtlich ist dass kurz vor der Ölpreisspitze Mitte 2008 im April noch einmal die Lagervolumen auf den Schiffen hochziehen um dann wieder auf den Tiefsstand zu fallen. Das ist mM eindeutig ein Indiz, dass in Angesicht der Ölpreis über 100USD/b Schiffe auf See zurückgehalten wurden um eine künstliche Verknappung zusätzlich herbeizuführen, um die Preise nach oben zu treiben.
Quelle: FAZ

Gas Spekualtionsblase?


seit Anfang Mai ist das Volumen an Natural Gas (grau) gewaltig gestiegen.
Ein Rückgang des Crude oil Volmens gleicht das jedoch nicht aus.
Quelle: FAZ

Weltwirtschaft Erholung verbessert

Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt wieder zuversichtlicher in die Zukunft.
Für 2010 sagt der IWF ein wirtschaftliches Wachstum von weltweit 2,5 Prozent voraus. Allerdings bildet Deutschland der Prognose zufolge eine Ausnahme – und schneidet deutlich schlechter ab. Wachstumstreiber ist Asien.
Die Experten rechnen laut dem IWF-Konjunkturbericht im kommenden Jahr mit einem weltweiten Wachstum von 2,5 Prozent, wie der IWF in Washington mitteilte. Noch im April hatte der IWF ein Wachstum von lediglich 1,9 Prozent vorausgesagt. Quelle Welt

Google gegen Microsoft

Das Match geht in eine neue Runde, denn Google greift Windows mit Betriebssystem an
8.7.2009
Google hat ein eigenes Computer-Betriebssystem angekündigt und greift damit das Kerngeschäft des Windows-Riesen Microsoft an...Erster Einsatz 2. Hälfte 2010....Google Chrome OS werde komplett neu entwickelt, damit „die Nutzer sich nicht um Viren, Schadsoftware und Sicherheits-Updates“ kümmern müssen.
Technisch gesehen bestehe das Betriebssystem (Operating System - OS) aus dem Internet-Browser Google Chrome, der auf einem Linux-Kern laufe, erklärte Google. Linux ist ein freies Betriebssystem, das Microsoft bereits Kopfschmerzen bereitet hat.
Mircosoft hat im letzten Jahr hohe Marktanteile vom Internet Explorer (V 8) an Firefox (aktuell V 3.5), verloren , wobei in Europe dieser sich bereits bei ca 35% beläuft.
Im Open Source Bereich mit "OpenOffice" von Sun kann Mircosoft mit seiner Suite "MS-Office" noch mit Marktanteilen von über 80% punkten.
Material aus FAZ

Banken wieder voll im Spiel

Die Banken werden wieder rückfällig

Die Entspannung auf den Finanzmärkten hat dazu geführt, dass einige Banken in ihre alten Verhaltensmuster aus der Zeit vor der Krise zurückfallen. Notenbanker und Politiker betrachten das mit wachsender Sorge.

08.07.2009, 07:02 Uhr "Was jetzt passiert, haben wir vorausgesehen. Wir wussten, dass die Banker ein sehr kurzes Gedächtnis haben", sagt Jean-Pierre Roth, Präsident der Schweizer Nationalbank....

Casino is open again - Hinter den Kulissen ist bei Instituten wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Credit Suisse und der Deutschen Bank von einem sehr erfreulichen zweiten Quartal die Rede....

"Die Margen sind zwischen drei- und sechsmal so hoch wie vor der Krise", sagt ein Londoner Banker. In Zürich spricht man von einem "phänomenalen Umfeld". Wo früher 15 Banken um Marktanteile gerangelt hätten, seien es jetzt noch sechs oder sieben.....

ABS is back - So nutzen Goldman Sachs und die britische Großbank Barclays bereits wieder die Technik der Verbriefung, um Risiken aus ihrer Bilanz auszulagern......

Schlagzeilen aus Handelsblatt

Dienstag, 7. Juli 2009

Ranking: größte Unternehmen




nach Branchen und Ländern
Quelle: Ernst & Young



























nach Umsatz (2008)
und
nach Börsenwert (aktuell)

Quelle: FAZ

USA: Sozialismus für Reiche

«Amerikas Sozialismus für die Reichen» lautet der Titel des Artikels von Stiglitz in den Berkley Electronic Press.
7.7.2009 Der Ökonom begründet diesen damit, dass die USA in noch nie da gewesenem Ausmass ein Sicherheitsnetz für Unternehmen gespannt hätten: Von Banken über Versicherungen, bis hin zu Automobilherstellern. Auf der anderen Seite erhielten etwa die Millionen von Amerikanern kaum Hilfe, die ihre Häuser verlieren.

Gemäss Stiglitz hat man bei den bisherigen Bemühungen zur Rettung kaum darauf geachtet, dass ein künftiges Finanzsystem besser sein wird: «So wie man jetzt vorgeht, werden jene Banken, die zu gross und bedeutend sind um unterzugehen, später noch grösser sein», schreibt der einstige Chefökonom der Clinton-Administration und der Weltbank. Für ihn ist klar, dass die Banker selbst kaum an Veränderungen interessiert sind: Das alte System hat sie schliesslich reich gemacht.

«Grosse Banken sind auch zu bedeutsam, um restrukturiert zu werden». Noch nicht einmal die Aktionäre seien wirklich zur Kasse gebeten worden. Diese Zurückhaltung der US-Regierung erklärt sich Stiglitz mit dem dem politischen Druck und der Angstmacherei der grossen Banken. Deshalb habe sie die Rettung der Banker mit der Rettung der Banken verwechselt.

Jetzt erhielte ausgerechnet jene die grosszügigste Unterstützung, die am meisten Unglück über die ganze Weltwirtschaft gebracht haben. Besonders stossend findet er zuden, dass selbst die Vergabe von Boni und Dividenden in dieser Branche wieder voll in Gang gekommen ist. Stiglitz spricht deshalb von einer Art «Ersatz-Kapitalismus»: Mit Gewinnen für die Banker und den Verlusten für die Steuerzahler. Mit dem Geld, dass die Banken gratis von der Zentralbank erhalten, könnten sie zudem ihr Spiel wie gehabt ungestraft fortzusetzen.

Vermutlich ist die Lage noch nicht so katastrophal, dass die Betroffenene (Arbeitslose) auf die Strassen gehen und die Häuser der Bosse und Banker anzünden.
Wenn das in breitem Ausmass auftritt und viel menschliches Leid erfolgt, erst dann haben sie begriffen, dass man Geld nicht essen kann.....
Auszüge aus Tagesanzeiger


US Staatschulden out of controll


US Staatsschulden explodieren förmlich.
Was passiert damit, wen betrifft es?

7.7.2009 Allein seit Beginn dieses Jahres (2009) hat die Staatsverschuldung bereits um fast 1 Billion USD zugenommen. Das Office of Management and Budget ging zu Beginn des Jahres bereits davon aus, dass die Verschuldung in diesem und im kommenden Jahr zusammen um 3 Billionen USD steigen dürfte.

Dem Bureau of Economic Analysis zufolge beträgt das US-BIP aktuell etwa 14 Billionen USD.

Daraus ergibt sich, dass die Staatsverschuldung in Abhängigkeit zum BIP aktuell rund 78% beträgt. Auch das ist schon ein ganz schöner Hammer im Vergleich zu knapp 50% bevor George W. das Präsidentenamt übernahm, oder sogar weit unter 40% vor der Reagan-Ära.

Dem Bureu of Public Debt (US-Finanzministerium) zufolge beträgt der Anteil des public debt etwa 7 Billionen US-Dollar. Public Debt bedeutet, dass die Gläubiger in diesem Fall Investoren aller Art, aber auch ausländische Regierungen sind, die Treasury Bills, Bonds und Notes gekauft haben.

Den größten Teil der restlichen über 4 Billionen US-Dollar halten Sozialversicherungsfonds und andere Trust-Funds als so genannte Government Account Securities.

Diese Sozialversicherungsfonds haben in der Vergangenheit deutliche Überschüsse erzielt aufgrund der hohen Anzahl der so genannten Baby Boomer. Überschüsse, welche die Fonds dem Staat zur Verfügung gestellt haben. Die Securities sind sozusagen das Versprechen des Staates die Schulden in spätestens 20 Jahren zurückzuzahlen, wenn die Generation der Baby Boomer in Rente gehen wird.

Die USA hat somit 2 Schuldnergruppen:

1. ausländische Investoren: China, Japan, arabische Länder, Indien, Russland, UK, DE usw Über Jahre hinweg haben sie ihre Überschüsse in US-Treasuries geworfen, somit zu niedrigen Renditen beigetragen und es ihrem Ami-Absatzmarkt ermöglicht weiterhin fröhlich auf Pump ihre Exportgüter einzukaufen. China betreibt die Politik der Umschuldung in kürzere Laufzeiten der US Treasiruies und zusätzlich direktinvestments ausserhalb des Dollar Bereiches , insbes. in Afrika um die Länder dann an den Yuan als Zahlungswährung zu binden.

2. inländische Gläubiger, die eine Pension in ein paar Jahren ausbezahlt haben wollen. Staatsanleihen eines Landes mit AAA-Rating sehen ja eigentlich immer nach einer sicheren Anlage aus. Fakt ist aber, dass diese Fonds im Grunde genommen nichts anderes getan haben, als den US-Regierungen dabei behilflich zu sein, ihr Deficit Spending zu finanzieren.

Entschuldungsszenarien:

  • Währungsabwertung: trifft die ausländische Investoren
  • Streichung von Pensionsansprüchen: trifft die Baby Boomer Generation


Freitag, 3. Juli 2009

Teuerster Privatjet


340 mio Eur soll der A380 kosten der in 3 Jahren ausgeliefert wird.

<--zum Vergrößern bitte anklicken

Al-Walid ibn Talal Al Saud -der saudische Scheich (19 Reichster der Forbes Liste) wird den A380 dann besitzen.
Dort wo üblicherweise 600 Personen die Langstrecke fliegen, werden eine handvoll Auserwählter fliegen - im 5 Sterne Luxus.
Achja die jährlichen Unterhaltskosten werden sich vermutlich nochmal auf ca 50 mo Eur belaufen.

Es ist schon schön, das man weiß das die Petrodollars aus den Erdöleinnahmen so "sinnvoll" angelegt sind. Man muss ja schließlich zeigen, wer in der Welt die wirklichen Herren sind, nicht die im Weissen Haus oder sonst wo. Im Nachbarland Jemen eine der ärmsten Regionen, verdienen manche Araber ihren Lebensunterhalt mit Entführungen und Lösegelderpressung. Quelle: Daily Mail

Boston 4. july 2031

Ein kleiner junge blätterte in seinem Geschichtsbuch und fand folgende Notiz zum Jahr 2008:

„Gerissene Hausbesitzer haben in den früher Jahren nach der Jahrtausendwende , unter Zuhilfenahme und angestiftet von gerissenen Hypothekengebern, mehr Geld geliehen, als sie zurückzahlen können", so beginnt diese Geschichte.

„Als die gerissenen Hausbesitzer dann aufgehört haben, ihre Zahlungen zu leisten, da ist ein Wert von Billionen von Dollar in den hypothekarisch gesicherten Wertpapieren im Wert gefallen. Dieses Ereignis hat viele Anleger überraschend ereilt, darunter auch viele der großen amerikanischen Banken."

„Deshalb", so geht die Geschichte weiter, „erlitten viele große amerikanische Banken während der Krise schwere Verluste (obwohl das nicht ihre Schuld war, nebenbei bemerkt, hätten sie sich niemals vorstellen können, dass so viele gerissene Hausbesitzer aufhören würden, ihre Hypothekenzahlungen zu leisten).

Diese großen Verluste haben den großen Banken Angst gemacht, und dazu geführt, dass sie ihren Kunden die Kredite vorenthalten haben. Die darauf folgende Kreditkrise drohte das gesamte amerikanische Finanzsystem zu zerstören.

„Der Aktienmarkt ist eingebrochen. Die Stellenverluste schossen in den Himmel Und die Hauspreise brachen ein. Alle Hoffnung schien schon verloren... bis die Bundesregierung eingeschritten ist. Schneller als man „quantitative Lockerung" sagen kann, hat die Regierung den Bankensektor mit Rettungen, Subventionen und Garantien im Wert von Billionen von Dollar geflutet."

„Zuerst hat die Öffentlichkeit die ehrbaren Bemühungen der Regierung verschmäht und sich darüber lustig gemacht", so geht die Geschichte weiter. „Aber die Regierung harrte aus. Innerhalb weniger Monate hat sich der Aktienmarkt wieder erholt und die grünen Keimlinge der Erholung sprießen zwischen den beiden Küsten Amerikas wieder."

Wir das wahr werden oder bleibt es eine Fiktion?

Eine hübsche Geschichte...vielleicht das Unterhaltsamste, was Amerika seit Paul Bunyan zu bieten hat. .....aus einem Text von Eric Fry

El Niño kommt wieder

Alle drei bis acht Jahre titt das Phänomen auf, welches durch eine Erwärmung des Wassers im Ostpazifik entsteht und es wirkt sich auf Wettermuster auf Dreivierteln der Erde aus. In Ländern wie Peru und Chile führt es zu starken Regenfällen, in Staaten wie Bangladesch oder Australien zu Dürren. Es kann auch den indischen Monsun beeinflussen.

3.7.2009 "In den vergangenen zwei Wochen sind weitere Belege für ein entstehendes El-Niño-Ereignis aufgetaucht, und Computer-Prognosen zeigen, dass eine Verlangsamung oder Umkehr sehr unwahrscheinlich ist", teilte das Australische Amt für Meteorologie mit.

Auswirkungen:

Der Effekt von El Niño auf Rohstoffpreise kann enorm sein. Laut Analysten der Bank of America Merrill Lynch lag etwa er bei Palmöl, das hauptsächlich in Indonesien und Malaysia hergestellt wird, in der Vergangenheit bei 20 bis 65 Prozent. Ohnehin gibt es bereits andere Faktoren, die einen Anstieg der Lebensmittelpreise erwarten lassen. Argentinien etwa leidet unter einer schweren Dürre, die dazu führen könnte, dass der viertgrößte Weizenexporteur der Welt in diesem Jahr keinen Weizen ausführt.

Hohe Lebensmittelpreise könnten vor allen in Schwellen- und Entwicklungsländern Unruhen auslösen, wie etwa 2007 und 2008. Außerdem drohen sie die Inflation anzukurbeln. In den USA etwa machen Lebensmittel ein Sechstel des Index für Verbraucherpreise aus. Aufgrund der lockeren Geldpolitik der Notenbanken fürchten Investoren ohnehin einen deutlichen Anstieg der Teuerungsrate./Auszug aus FTD

Nicht nur Kalifornien ist knapp bei Kasse


3.7.2009 Die missliche Lage trifft aber fast alle 50 Staaten.
Die Steuereinnahmen sind in den letzten Monaten geradezu eingebrochen, und die meisten US-Bundesstaaten sind per Verfassung zu einem ausgeglichenen Haushalt verpflichtet.
Letztlich helfen nur Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen, doch Politiker und Bürger hassen beides.
Und hier tut sich die liberale USA besonders schwer, denn niedrige Steuern, keine Steuererhöhungen sind tief mental verwurzelt im us-amerikanischen Selbstverständnis.

Diese mentale Hürde schnell und konsquent zu überspringen - gleichsam seinen Schatten zuvorzukommen, das wird die große Herausforderu ng der USA. Die Alternative ist mit wehenden Fahnen unterzugehen - im Gegensatz zum Denkmal für den Kriegsensatz auf IWOSHIMA.

Kalifornien ist pleite

Schwarzenegger lässt Schuldscheine drucken

3.7.2009 Der wirtschaftlich stärkste US-Bundesstaat steuert auf die Pleite zu: Kalifornien ruft den Notstand aus. Statt einer Steuerrückerstattung sollen die Bürger Schuldscheine bekommen, Staatsbedienstete müssen in den unbezahlten Zwangsurlaub. Die Demokraten machen Front gegen den Gouverneur.

Bloss was sind diese "Papiere", wann kann man diese einlösen gegen echtes Geld von dem man sich Lebensittel kaufen kann, seine Miete bezahlen kann? Dieses Geld fehlt bei den Konsumausgaben und beschleunigt noch die Spirale...

Die Parlamentssprecherin, die Demokratin Karen Bass aus Los Angeles, stürmte nach Angaben der "Los Angeles Times" aus dem Büro Schwarzeneggers und sagte nur knapp: "Er hat's angerichtet, er muss es wieder in Ordnung bringen. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen." Der Gouverneur habe ein Angebot der Demokraten ausgeschlagen, das zwar nicht die derzeit fehlenden 2,8 Milliarden Dollar eingebracht, aber doch die Notwendigkeit von Schuldscheinen verhindert hätte....

Karen Bass vergißt aber, dass vor der Amtszeit von Schwarzenegger Demokraten das Land regierten und dass man während der Amtszeit von Schwarzenegger alles nur Erdenkliche getan hat um sein Programm, Kalifornien durch Einsparungen auf Vordermann zu bringen unterlaufen hat.

Mit dem Ausrufen des Notstandes hat der Gouverneur wesentlich mehr Befugnisse und kann somit sich über das Parlament hinwegsetzen.

Die Menschen müssen ausbaden, was die Politik verbockt: Die Kalifornier bekommen das derzeit besonders deutlich zu spüren. Nur weil das von Demokraten dominierte Parlament in Sacramento den Republikaner unbedingt an die Wand laufen lassen will, um bei den nächsten Wahlen punkten zu können, verhindert diese Konstellation eine sinnvolle Lösung für den Staat Kalifornien - für die Menschen in Kalfornien.

Man muss annehmen , dass daran vermutlich nur wenigen Politiker gelegen ist. Die Mehrheit will Macht, will den politischen Gegner als unfähig un inkompetent bloßstellen.

Und wer nun glaubt das ist nur in Kalifornien so, der sollte mal genau schauen warum Politiker Dinge tun.

Das ist der Beginn der Runde 7, wie bereits vor einem Halben Jahr angekündigt

Donnerstag, 2. Juli 2009

Autoindustrie von morgen

Radikaler Umbau der Autoindustrie steht bevor

  • Absatzniveau von 2007 vor 2014 kaum erreichbar
  • Ende 2009 wird jeder zweite Zulieferer in seiner Existenz gefährdet
  • Tiefgreifende Konsolidierung der Branche unvermeidbar
  • Gewinner oder Verlierer?
  • Liquidität entscheidet
2.7.2009 München - AlixPartners-Studie "Automotive Review 2009:"

Die Automobilindustrie muss sich auf eine lange Durststrecke einstellen. Der Abbau des derzeit bestehenden Nachfrageüberhangs sowie ein verändertes Kundenverhalten werden dazu führen, dass der Fahrzeugabsatz in Europa selbst unter günstigen Bedingungen erst im Jahr 2014 wieder das Niveau vor der Krise erreichen wird. Die Branche kämpft zudem mit deutlichen Überkapazitäten und einem hohen Verschuldungsgrad. Dies zeigt die aktuelle Studie "Automotive Review 2009" der auf Turnarounds und Ertragssteigerungsprogramme spezialisierten Unternehmensberatung AlixPartners. Die unausweichliche Konsolidierung der Branche werden diejenigen Unternehmen bestimmen, die heute aktives Liquiditätsmanagement betreiben. Sobald die Unternehmenspreise ein den gesunkenen Markt- und Ertragspotenzialen entsprechendes Niveau erreicht haben, werden solvente Branchenunternehmen und Finanzinvestoren für eine neue Welle von Akquisitionen in der Automobilindustrie sorgen.

Die Erholung der Automobilindustrie von der derzeitigen Krise wird deutlich länger dauern als erwartet. Sollte das Wachstum des Bruttosozialprodukts in der Euro-Zone innerhalb der nächsten zwölf Monate wieder das Niveau des Jahres 2007 erreichen, könnten 2014 die Verkaufszahlen des Jahres 2007 wieder erreicht werden, mit knapp unter 16 Millionen verkaufter Neufahrzeuge. Erholt sich die Konjunktur nicht, fällt der europäische Automobilabsatz auch 2010 weiter.
Dann würden im Jahr 2014 nur 13 Millionen Fahrzeuge verkauft werden können.
Der dramatische Einbruch der Verkaufszahlen hat zwei Ursachen:
  • Zum einen gibt es einen deutlichen Nachfrageüberhang aus den vergangenen Jahren, der vor allem durch die Zinspolitik der Notenbanken verursacht wurde. Die günstigen Kredite hatten eine Entkopplung der Fahrzeugmärkte von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zur Folge.
  • Zum anderen ändert sich aktuell das Käuferverhalten erheblich: Die Sparquote steigt, eswerden weniger und kleinere Fahrzeuge gekauft. Dieses europäische Szenario trifft auch auf die USA zu. Dort hatten Anfang des Jahres bereits 45 Prozent von mehr als 5000 befragten US-Konsumenten in einer AlixPartners-Umfrage ("The New Normal") angegeben, als Reaktion auf die Krise den Kauf neuer Autos verschieben zu wollen.
  • Nur für Asien errechnet die Studie Zuwächse. Hier soll der Automobilabsatz von 20 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2009 auf 28,2 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2014 steigen.

Industrie erwirtschaftet pro verkauftem Auto EUR 1.800 Verlust

Die Zahlen der AlixPartners-Studie sind alarmierend:
Die in den letzten zwei Jahren erwirtschaftete Liquidität der Automobilwirtschaft ist nahezu aufgebraucht - so wird der Zahlungsmittelüberschuss in Höhe von 30 Milliarden Euro, den die Branche 2007 aufwies, durch Abfluss der liquiden Mittel bis Ende 2009 neutralisiert werden.
Für 2010 wird ein negativer Cash Flow in Höhe von über 40 Milliarden Euro prognostiziert. Der zentrale Grund liegt im Rückgang des Absatzes im vergangenen und im laufenden Jahr.

Zwar entlasten die sinkenden Rohstoffpreise die Automobilbranche - so werden beispielsweise für die US-Hersteller verringerte Materialkosten pro Fahrzeug in Höhe von rund 500 bis 800 US-Dollar erwartet. Aber selbst das kann die Verluste nicht ausgleichen: Im Jahr 2009 wird die weltweite Automobilbranche pro verkauftem Auto im Schnitt rund 1.800 Euro Verlust verbuchen müssen.

Gefährdete Zulieferer

Akuten Problemen sehen sich nach den Ergebnissen der Studie insbesondere die Zulieferer gegenüber: Nach dem "AlixPartners Early Warning Model" befanden sich 2008 etwa 22 Prozent aller europäischen Automobilzulieferer in Insolvenzgefahr. Bei einem allgemein prognostizierten Rückgang der Wirtschaft um 10 bis 20 Prozent wird diese Zahl im Jahr 2009 auf 30 bis 50 Prozent steigen.
Durch die Krise öffnet sich die Schere zwischen erfolgreichen und existenzgefährdeten Unternehmen der Automobilbranche weiter: Die besten 25 Prozent der Zulieferer erreichen noch immer eine EBITDA-Marge von rund 15 Prozent - diese Kennzahl ist damit genauso hoch wie vor der Krise.
Das unterste Viertel der Zulieferindustrie ist jedoch von knapp 7 Prozent EBITDA-Marge auf 4 Prozent abgerutscht. Dies reicht nicht aus, um überleben zu können; der ROCE, die Rendite auf das eingesetzte Kapital, und der Free Cash Flow sind bei dieser Gruppe negativ.
Die Studie zeigt, dass die europäische Automobilbranche nur über wenig mehr flüssige Mittel verfügt als die amerikanische.
Besser geht es den asiatischen Zulieferern und Automobilherstellern. Dennoch gibt es in Deutschland in allen Segmenten Zulieferer, die gut dastehen.

Weltweit erhebliche Unterschiede

Am stärksten unter der Strukturkrise leiden die USA mit branchenweiten Umsatzverlusten (einschließlich Zulieferindustrien) von -23,1 Prozent, gefolgt von Westeuropa mit -12,5 Prozent. Einige nationale Märkte wie Russland und Brasilien brechen sogar um bis zu -45 Prozent ein. In China verlangsamt sich das Wachstum auf +5,8 Prozent. Insgesamt leiden Automobilhersteller stärker unter der Krise als Zulieferer.
Besonders betroffen sind die Hersteller von Premiumfahrzeugen. Verbraucher bevorzugen derzeit kleinere Fahrzeugklassen und weniger Ausstattung, was - wenn dieser Trend anhält - mittelfristig einen kumulierten Margenrückgang von 4 Prozent für die Automobilhersteller erwarten lässt.

Massive strukturelle Überkapazitäten

Wie die Zahlen der Studie zeigen, haben auch billige Konsumentenkredite der vergangenen Jahre zur Krise der Automobilindustrie beigetragen: Bewegte sich die Absatzkurve von Automobilen in der Vergangenheit stets mit dem Bruttosozialprodukt auf und ab, so änderte sich das ab etwa 2002 - der Zeit des 'billigen Geldes'. In dieser Zeit verkauften die Autohersteller weiterhin Jahr für Jahr allein mehr als 14 Millionen PKW in Europa und schufen so eine kreditfinanzierte Marktübersättigung. Ein ähnlicher Effekt ist für die Zukunft auch von den staatlichen Autoabsatzprogrammen zu erwarten.
Vinzenz Schwegmann, Managing Director bei AlixPartners und Leiter des European Automotive Teams, sagt: "Die eigentliche Krise der Autoindustrie steht erst noch bevor - wenn die Anreiz-Programme der Regierungen auslaufen, ist die wahre 'Stunde Null.'"
Das hat nach Erkenntnissen der Studie seinen Grund aber auch in der Automobilindustrie selbst:. Die Auslastung der Produktionslinien lag bereits vor der Krise bei lediglich 80 Prozent - nun sind es vielfach weniger als 65 Prozent. Die Folgen der Überkapazitäten waren indes bereits vor der Wirtschaftskrise sichtbar: Im Gegensatz zu anderen Sektoren stagnierten die Preise in der Automobilindustrie oder fielen sogar leicht.
Seit 2003 sind beispielsweise die Preise im Ausbildungssektor um 35 Prozent gestiegen, im Medizinsektor um 25 Prozent und im Ernährungssektor um immerhin noch 20 Prozent. Vinzenz Schwegmann: "Rabattprogramme oder 'stille' Rabatte in Form von gehobener Ausstattung zum Nulltarif sind keine langfristige Lösung. Die globale Wirtschaftskrise hat einige Unternehmen der Autoindustrie nur schneller in das Ende der Sackgasse geführt - falsch abgebogen sind sie schon vorher."

Automobilzulieferer: Die Liquiden kaufen die Illiquiden

Aus dieser Sackgasse führt nach den Erkenntnissen der AlixPartners-Studie nur ein Weg: Eine umfassende Branchenkonsolidierung. Insbesondere Zulieferer können die kommende Konsolidierung ihrer Branche aktiv gestalten, sei es in Form einer Akquisition oder in Form von Fusionsgesprächen.
Die einzige Alternative dazu ist, passiv Opfer der Konsolidierung zu werden. Schwegmann ist überzeugt: "Um nachhaltig gesunden zu können, muss die Automobilindustrie ihre Fertigungskapazitäten an das zu realisierende Absatzvolumen anpassen". Schwegmann sieht darin einen Paradigmenwechsel: "In der Vergangenheit hieß es 'die Großen fressen die Kleinen', mit dem Internetboom änderte sich diese Devise in 'die Schnellen fressen die Langsamen'. Heute kann man sagen: 'Die Liquiden fressen die Illiquiden.'"

Produktionsverlagerung in Low Cost-Countries allein keine Alternative

Untersucht wurden auch Ausweichstrategien, beispielsweise die Produktionsverlagerung in sogenannte 'Low Cost'-Countries. Das Ergebnis ist überraschend: Der Kostenvorsprung vieler Niedriglohnländer ist nach dem "AlixPartners Manufacturing Outsourcing Cost Index" stark gesunken. Dies betrifft vor allem den deutlich teurer gewordenen Standort China. Zwischen China und den USA beträgt der "landed cost"-Unterschied jetzt nur noch 5 Prozent. Im "landed cost"-Faktor sind nicht nur die Produktionskosten enthalten, sondern auch Kosten für Transport, Frachtversicherung und weitere Nebenkosten wie beispielsweise Zölle sowie Währungseffekte - also die dem Unternehmen tatsächlich entstehenden Kosten.
"Die Strategie, bei Problemen in sogenannte Billiglohnländer auszuweichen, um Waren zu reimportieren, funktioniert künftig nicht mehr", so Schwegmann.
Im Vergleich zu den europäischen Fertigungskosten gilt ähnliches wie für die USA, wenn auch der starke Euro die Rechnung hier derzeit noch etwas ungünstiger aussehen lässt. Diese Entwicklung bedeutet, dass die Regierungen der Industrieländer nicht mehr grundsätzlich um den Verlust ihrer industriellen Kerne bangen müssen.

Großes Liquiditätspotenzial

Europäische Zulieferer haben in der Gesamtschau große Potenziale, um zusätzliche Liquidität - auch für Akquisitionen - freisetzen zu können: Bei den Beständen beispielsweise sind die amerikanischen und asiatischen Zulieferer gegenüber ihren europäischen Konkurrenten nach wie vor um bis zu 50% schlanker. Riesig sind auch die Unterschiede zwischen den effektivsten und den weniger effektiven Anbietern. "Für einen größeren mittelständischen Zulieferer in Europa errechnen sich daraus ungenutzte Liquiditätsreserven von mehreren Dutzend Millionen Euro, wenn die Lücke zur Spitzengruppe geschlossen wird. Gleiches gilt für das in Forderungen und Verbindlichkeiten gebundene Kapital."

Neue Investoren in Sicht - auch Private Equity bieten sich große Chancen

Mittelfristig sind gemäß der Studie Marktbereinigungen und Konsolidierungen zu erwarten. "Selten waren Akquisitionen in der Automobilbranche so erfolgversprechend wie jetzt," sagt Schwegmann. "Die Top-Zulieferer, die noch Liquidität und Kreditlinien haben, sollten über interessante Ergänzungen nachdenken, oder darüber, Konkurrenten und Kapazität vom Markt zu nehmen. Und Unternehmen, die in schwere See zu geraten drohen, sollten rechtzeitig nach starken Partnern Ausschau halten, bevor ihnen keine Wahl mehr bleibt."
AlixPartners rechnet in diesem Zusammenhang auch mit einem Comeback der Private Equity-Investoren. Automobilexperte Schwegmann: "Noch haben die Verkäufer zu hohe Preisvorstellungen, die sich an den alten Markterwartungen orientieren. Doch sobald sich das gesunkene Potenzial des Markts auch in den Unternehmensbewertungen widerspiegelt, wird neues Kapital in die Automobilbranche fließen - Mobilität bleibt ein Grundbedürfnis und wird daher auch realistische Renditen erwirtschaften."

Die Studie

Die AlixPartners Automotive Review 2009 beruht auch einer Benchmark-Analyse von 275 Zulieferern, 45 Automobilherstellern und 23 LKW-Herstellern. Europa ist darin mit 59 Zulieferern, 7 Automobilherstellern und 4 LKW-Herstellern vertreten. Zudem wurden öffentlich verfügbare volkswirtschaftliche Daten und Prognosen verwendet. "Manufacturing Outsourcing Cost Index" und "Early Warning Model" sind Trademarks von AlixPartners.

Sinkene Luftfrachtraten

gesunkener Rohölpreis und die rückläufige Nachfrage

Das ist der Mix der die Presie sinken läßt. Die Fluggesellschaften sind im Preiskampf, um die Auslastung ihrer Maschinen und schauen, dass zumindest ein Teil der Fixkosten abgedeckt wird.

Preisverfall in ( im Vergleich zum ersten Quartal 2008)
  • Nordamerika und Mexiko mit rund -30 Prozent.
  • Asien-Pazifik gingen die Preise um rund -25 Prozent
  • Europas cirka -13 Prozent

Eine Aussicht auf Entspannung zeichnet sich nicht ab.

Neuer Trend Sparsamkeit

Extravaganz ist out - Sparsamkeit ist in

2.7.2009 Für viele ist das noch nicht vorstellbar, für viele schon Realität - zwangsweise.
Daraus leitet sich viel ab.

Welche Geschäftsmodelle, diesmal auch im Luxusbereich - der bisher immer äußerst krisenresistent war, anzupassen sind , bzw welche nun unbrauchbar sind.

Verbraucherverhalten ändern sich schnell, insbesonders wenn der Sparmeister der Haushaltsvorstand wird - zwangsweise.

Sparsamkeit hat über weite Strecken ein Schwester mit namens Ökologie-
Verwundert?

Na schaun wir mal nach:
  • Im Winter die Raumtemperatur senken auf 21° im Wohnbereich und 18° im Schlafbereich senkt die Energiekosten um ca 8% je Grad C....
  • Im Hoch-Sommer Fenster tagsüber schließen und warme Luft aussperren, dafür in der Nacht lüften und Räume mit Nachtluft abkühlen - spart eine Menge an Stromkosten für Klimageräte...
  • Warmwasseraufbereitungsanlagen möglichst auf "on Demand" also nachfrageorientiert gestalten, Warmwasserboiler nur zu Hauptverbrauchszeiten aufheizen und nicht Tag und Nacht im "Standbuy Modus" fahren
  • Unterhaltungselektronik mittels ein/ausschaltbarer Steckdosenleiste aktivieren und so die Standby Stromkosten (Insbesonders bei Sat-Empfänger sehr hoch) erheblich reduzieren
Alle diese Vorschläge schonen die Umwelt, verursachen keine Investitionskosten und erfordern nur eine Verhaltesänderung. Einfach geht doch...

Sparsamkeit hat über weite Strecken noch eine hübsche Schwester mit namens Gesundheit - Wohlbefinden-
Verwundert?
Nicht wirklich oderrrrr..Vereinfacht gesagt weniger "Essen" (für manche sei Fressen wohl zutreffender) schont nicht nur die Geldtasche sondern fördert Wohlbefinden und wenns geht vielleich weniger Fastfood, Gemüse tuts auch.

Mittwoch, 1. Juli 2009

USA Schulden Uhr

Marc Faber setzt auf EM

Faber rät Anlegern, bei Kursrückgängen in Asien einzusteigen

01.07.2009 Marc Faber bleibt für Schwellenländer zuversichtlich gestimmt. Wenn das Wachstum wieder einsetze, seien die Aussichten bei weitem günstiger als für Industriestaaten. Dieser Trend werde sich kaum ändern, sagte der Investor und Herausgeber des “Gloom, Boom und Doom” Reports auf einem Forum der Zeitschrift AsianInvestor in Seoul am Dienstag. “Wir erleben weltweit grosse Veränderungen”, sagte Faber. Schwellenländer, darunter China, würden für die globale Wirtschaft immer wichtiger. Die Wertentwicklung an den weltweiten Börsen im zweiten Quartal belegt das Tempo der Aufwärtsbewegung in den Schwellenländern. Unter den 89 weltweit von Bloomberg verfolgten Börsenplätzen kommt seit Jahresbeginn kein einziger Industriestaat unter die ersten zehn. Peru und China führen die Liste der Kursgewinner unter den Länderindizes an.

Der MSCI Emerging Markets Index hat seit Ende März um 35 Prozent zugelegt. Der MSCI World Index hat im gleichen Zeitraum 21 Prozent an Wert gewonnen. Die Kapitalflüsse in Schwellenländer steuern im zweiten Quartal auf einen Rekordwert zu, nachdem Konjunkturprogramme in China und in Brasilien das Vertrauen der Investoren gestärkt haben. “Ich stimme zu, die fundamentalen Aussichten in Schwellenländern haben sich verbessert, wie die führenden Indikatoren belegen”, sagte Christian Jin, Fondsmanager bei HI Asset Management Co. in Seoul. “Die Industrienationen kämpfen noch immer mit Problemen im Finanzsektor und am Häusermarkt, ausgelöst durch die Subprime-Krise”, so Jin weiter.

In regionaler Hinsicht rät Faber Anlegern, im Falle von Kursrückgängen in Asien, einschliesslich Japan, einzusteigen. Auch Anlagen in Rohstoffe, landwirtschaftliche Nutzflächen und in die Tourismusindustrie erachtet Faber als empfehlenswert. Dagegen sei der US-Markt “nicht besonders günstig”. Insgesamt bleibt aber auch Faber vorsichtig gestimmt: Das weltweite Wirtschaftswachstum werde kaum das Niveau vor Ausbruch der Hypothekenkrise in den USA erreichen, sagt er.

Die Weltbank hat erst am 22. Juni ihre Prognose für das weltweite Wachstum gesenkt. Die globale Rezession werde schärfer ausfallen als noch im März erwartet, schrieb sie in ihrem jüngsten Bericht. Demnach werde die Weltwirtschaft 2009 um 2,9 Prozent schrumpfen; die bisherige Prognose vom März lag bei einem Minus von 1,7 Prozent. Für 2010 rechnet die Weltbank mit einer Zuwachsrate von zwei Prozent für die Weltwirtschaft, weniger als die zuvor geschätzten 2,3 Prozent. (Bloomberg)

BP consortium wins deal for Iraqi oil from

Concerns over terms of Rumaila field contract as war-torn state opens up rights to huge energy assets for first time in 40 years

01.07.2009 A BP-led consortium has won the rights to develop Iraq's largest oil field after an exhaustive tender process that opens the brittle state's huge gas and oil assets to foreign exploration for the first time in almost 40 years.

BP and its Chinese partner CNPC clinched a deal to join an Iraqi state-owned enterprise to develop the Rumaila field in Iraq's south – the largest of the country's six giant oil sites.

Rumaila's reserves are estimated at close to 18bn barrels. Under the terms of the 20-year contract, BP and CNPC have six years to increase production at Rumaila to a minimum output target of 2.85m barrels per day.

Iraq's oil minister, Hussein al-Shahristani, said BP and CNPC had agreed to be paid $2 (£1.21) per barrel if they reached the target — significantly less than their asking price of $3.99 per barrel.

However, the company later claimed it was satisfied with the deal. Analysts said Rumaila was the most attractive of the eight contracts on offer in the auction.

BP's offer was the only one accepted by the Iraqis. The other bids were rejected because they sought more profit than the oil ministry was prepared to give away.

Analysts said that many of the oil companies involved in the bidding believed they would struggle to break even under the terms on offer... (says Guardian.co.uk)

Kalifornien droht die Zahlungsunfähigkeit

Am Mittwoch beginnt das neue Budgetjahr, doch Gouverneur Schwarzenegger und das kalifornische Parlament haben sich immer noch nicht auf einen Plan zur Verringerung der Budgetlücke von 24,3 Milliarden Dollar geeinigt.

30.06.2009 ...Kalifornien steht vor dem Bankrott. Und das alles, weil sich die Politiker des eigentlich so reichen Staates zu Beginn des neuen Haushaltsjahres am 1. Juli nicht auf einen Haushalt und einen Weg aus der desolaten Finanzlage einigen können...Die Milliarden-Misere hat zweierlei Ursachen. Zum einen ist Kalifornien von der Rezession schwer gebeutelt. Die Arbeitslosenquote ist auf 11,5 Prozent hochgeschnellt (Bundesschnitt 9,5 Prozent). Die Steuereinnahmen des Bundesstaates lagen in den ersten fünf Monaten um ein Drittel unter Vorjahresniveau. Die Autoverkäufe zum Beispiel liegen gar 40 Prozent unter denen des Vorjahres.....(Süddeutsche)

.... If California's political leaders fail to balance the state's budget by midnight Tuesday they might need to trim about $3 billion more.

That's because the plans by both Democratic leaders and Gov. Arnold Schwarzenegger include about $3 billion in spending cuts in the 2008-09 fiscal year that ends tonight.

If those cuts are rolled over into the new fiscal year's budget, the state's constitutional funding requirements would have to be suspended and $10 billion expected from the federal stimulus package would be lost.

There appears to be little chance that a compromise on how to solve a $24.3 billion budget will be made before the midnight deadline. That is expected to result in about $3 billion in IOUs to be sent out in July to everyone from state contractors to college students, welfare recipients and low-income seniors. (Pacific Business News)

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